80 Handball-Mannschaften beim Jugendturnier am Jacobsberg Hastedt reicht den Pokal weiter

Hastedt. Jörn Franke strahlte mit dem prachtvollen Wetter um die Wette: 'Für unser erstes Turnier war das doch schon richtig gut, oder?', sagte der Organisator des ersten Handball-Kleinfeld-Turnieres des Hastedter TSV zufrieden. Tatsächlich konnte sich die Premiere ein Jahr vor dem 150-jährigen Vereinsjubiläum sehen lassen: Die Stimmung unter den 80 Mannschaften war riesig, sportliche Leckerbissen boten dazu auf den sechs Feldern vor allem die Spiele bei der männlichen A- und der weiblichen B-Jugend, aber auch sonst blieben beim Drumherum am Jacobsberg fast keine Wünsche offen.
30.06.2010, 18:51
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Von Olaf Kowalzik

Hastedt. Jörn Franke strahlte mit dem prachtvollen Wetter um die Wette: 'Für unser erstes Turnier war das doch schon richtig gut, oder?', sagte der Organisator des ersten Handball-Kleinfeld-Turnieres des Hastedter TSV zufrieden. Tatsächlich konnte sich die Premiere ein Jahr vor dem 150-jährigen Vereinsjubiläum sehen lassen: Die Stimmung unter den 80 Mannschaften war riesig, sportliche Leckerbissen boten dazu auf den sechs Feldern vor allem die Spiele bei der männlichen A- und der weiblichen B-Jugend, aber auch sonst blieben beim Drumherum am Jacobsberg fast keine Wünsche offen.

Allenfalls die Sonne knallte vor allem am Sonntag etwas zu heftig vom Himmel und ließ die aufgestellten Pavillons und Zelte zu beliebten, Schatten spendenden Zufluchtsorten werden, während sich andere Akteure vergnügt mit Wasserflaschen gegenseitig abkühlende Duschen verordneten. 'Wir hatten doch gutes Wetter bestellt, warum sollten wir denn da jammern', sah Vera Franke, die schon früh morgens um 7 Uhr das Frühstück für die 350 hungrigen Mäuler mit vielen anderen Helfern bereitstellte, darin aber kein Problem.

'Mir läuft der Schweiß nur noch in die Augen, ich kann ja kaum noch etwas sehen', bemerkte Schiedsrichterin Susanne Hamann, die trotzdem immer wieder tatkräftig zu Pfeife griff. Regelsicher und gut noch obendrein, wie verschiedene Trainer am Seitenrand anerkennend bestätigten. 'Ja, die Unparteiischen haben wirklich einen Riesenjob geleistet', stimmte Jörn Franke zu. Dabei wurden sie von Kirsten Schatzer bestens umsorgt und gepflegt.

Hanse-Cup geht nach Berlin

Dass der HTSV am ersten Tag noch kleinere Probleme mit dem Turnierablauf und der Umstellung seiner handgeschriebenen Spielpläne hatte, weil es kurzfristig noch sieben Absagen gegeben hatte und die Pläne neu gestaltet werden mussten, darüber sahen alle Beteiligte angesichts der Hastedter Improvisationskunst geflissentlich hinweg. Im Gegenteil: Der ATSV Habenhausen und die SG Bremen-Ost hatten dem Veranstalter schon im Vorfeld mit einem großen Kontingent an Toren ausgeholfen, der SV Tungendorf spendierte dem HTSV dazu kurzfristig eine Software zur leichteren elektronischen Erstellung von Spielplänen.

Rein sportlich gesehen hatte der Hastedter TSV die Nase ohnehin ganz vorne und hätte den Wanderpokal, den riesigen Hanse-Cup, eigentlich mit zwei ersten, drei zweiten und zwei dritten Plätzen in die eigene Vitrine stellen müssen. 'Aber das gehört sich für einen Gastgeber natürlich nicht', erklärte Jörn Franke und reichte die Trophäe an den Zweitplatzierten VfL Lichtenrade weiter.

Für die rund 150 Teilnehmer starke Truppe aus Berlin war das beim anschließenden Public Viewing im angrenzenden Vereinsheim ein höchst willkommenes Gefäß, um bei bester Laune immer wieder auf den 4:1-WM-Sieg der deutschen Balltreter gegen die Briten anzustoßen. 'Ihr müsst den Pokal aber in Zukunft gut pflegen, damit der nicht zu rosten beginnt', mahnte Jörn Franke die Hauptstädter.

In der Königsdisziplin, dem Finale der männlichen A-Jugend, zeigte sich der Hastedter TSV ebenfalls als guter Gastgeber. Bis zum 6:5 von Hans Panning hatte der Lokalmatador den Regionalligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen durch die Treffer von Marten Franke, Lucas Jachens (3/1) und Fabian Hartwich verdient im Griff, am Ende ließ er den ohne Torjäger Finn Lemke angetretenen 'Schwänen' aber doch noch mit 7:6 den Vortritt.

Bei aller Begeisterung wird sich nach dem ersten Hastedter Kleinfeld-Turnier in Zukunft aber auch etwas ändern: 'Wir wollen die Spielpläne straffen und die Blöcke, in denen die einzelnen Mannschaften antreten, verkürzen, damit wir den Mannschaften noch andere Aktivitäten wie zum Beispiel Schwimmen gehen oder ähnliches anbieten können', setzt Chef-Organisator Franke künftig auf weniger Wartezeiten zwischen den einzelnen Spielen.

Auch eine gemeinsame Absprache mit dem Nachbarturnier in Habenhausen soll es geben, um Überschneidungen zu vermeiden. Und zu guter Letzt soll das Turnier in Hastedt künftig nicht mehr in den Sommerferien liegen, damit im Vorfeld nicht noch einmal so viele Mannschaften kurzfristig absagen.

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