Kommentar über die Digitalisierung

Hausaufgaben für Alle

Die von den Bremer Kammern geforderte Digitalisierung ist keine Einbahnstraße. Nicht nur Verwaltungen, auch Unternehmen stehen vor Veränderungen, schreibt Timo Thalmann.
29.02.2020, 07:00
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Hausaufgaben für Alle
Von Timo Thalmann
Hausaufgaben für Alle

Handelskammer-Präses Janina Marahrens-Hashagen fordert eine effektivere und digitalere Bauverwaltung.

Frank Thomas Koch

Wenn die Präses und Präsidenten von vier Bremer Wirtschaftskammern gemeinsam ein Positionspapier vorlegen, dann soll das den darin enthaltenen Forderungen Gewicht verleihen. Architekten, Ingenieure, Handwerker und Kaufleute wollen, dass die Bauverwaltung nicht mehr länger ein Flaschenhals ist, wenn es um die Bearbeitung von Bauanträgen geht. Guter Service einer Verwaltung sei ein entscheidender Standortfaktor, heißt es. Darum müsse alles effizienter und vor allem digitaler funktionieren. Davon versprechen sich die Wirtschaftsvertreter schnellere Entscheidungen und schlankere Prozesse.

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Die Digitalisierung jedoch ist keine Einbahnstraße. Bremen will zum Beispiel die elektronische Rechnung vorantreiben. Das ist keine per Mail verschickte Datei – es sind Rechnungsdaten der Auftragnehmer, die so digital übertragen werden sollen, dass sie direkt in die Informationstechnik der Verwaltung einfließen. Das dürfte für manch kleineren Handwerksbetrieb, Händler oder Architekten ebenfalls zur Herausforderung werden – und damit haben auch die Kammern ihre Hausaufgaben. Nicht nur Verwaltungen, auch Unternehmen stehen vor Veränderungen.

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