Aus für soziale Einrichtung befürchtet

Helfer bangen um Bremer Rückzugshaus

In psychischen Ausnahmesituationen finden Bremer seit 2004 Hilfe und Unterstützung im Rückzugshaus. Nachdem mehrere Krankenkassen der Einrichtung die Verträge gekündigt haben, fürchten Unterstützer nun das Aus.
09.09.2019, 19:52
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Helfer bangen um Bremer Rückzugshaus
Von Anne Gerling
Helfer bangen um Bremer Rückzugshaus

Rückzugshaus finden Bremer in psychischen Krisen- und Ausnahmesituationen Ruhe, Geborgenheit, Schutz und Unterstützung.

Marijan Murat /dpa

Nachdem mehrere große Krankenkassen ihre Verträge für das von der Gesellschaft für ambulante psychiatrische Dienste (Gapsy) betriebene Rückzugshaus an der Vegesacker Straße in Walle zum 31. Dezember gekündigt haben, schlagen dort beschäftigte Genesungsbegleiter Alarm.

Im 2004 eröffneten Rückzugshaus finden Bremer in psychischen Krisen- und Ausnahmesituationen, die sich nicht stationär im Krankenhaus behandeln lassen möchten, zwischen 19 und 9 Uhr Ruhe, Geborgenheit und Schutz. Wer möchte, bekommt dort Unterstützung durch speziell geschulte Genesungsbegleiter und für Beratungsgespräche ist täglich ein Facharzt vor Ort.

„Das Angebot hat über 15 Jahre lang hervorragend funktioniert und es gilt es unbedingt zu erhalten“, sagt dazu Gapsy-Geschäftsführer Helmut Thiede, der unterstreicht: „Die Nutzer machen sich Gedanken und Sorgen, und dies auch zu Recht.“

Eine Schließung zum 31. Dezember sei aber keinesfalls besiegelt, unterstreicht er: „Wir werden im Oktober mit den Kostenträgern Gespräche führen und Vorschläge machen, wie es weitergeführt werden könnte.“ Eine der Krankenkassen habe bereits Interesse am Erhalt signalisiert. Im Gegensatz zu Klinikaufenthalten laufe das Angebot über besondere Versorgungsverträge: „Aber eigentlich müsste man es in der Regelversorgung haben.“

Lesen Sie auch

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+