Ein unterschätzter Bremer Stadtteil

Hier ist es in Walle richtig schön

Viel erinnert heute in Walle nicht mehr daran, dass dies einst ein Arbeiter-Viertel war. Der Stadtteil hat gelitten, keine Frage. Aber unterschätzt werden sollte er nicht. Wir zeigen, wo Walle richtig schön ist.
13.05.2018, 06:40
Lesedauer: 1 Min
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Von Michael Rabba

In Walle wohn' se alle - der Spruch hat einen Riesen-Bart, klar. Andererseits stimmt er durchaus - Walle ist längst kein Hafenarbeiter-Revier mehr, hier lebt heute eine sehr heterogene Bevölkerung.

Doch Walle hat in den vergangenen Jahrzehnten auch gelitten, keine Frage. So sind zahlreiche, einst von Inhabern geführte Geschäfte, die Walle als Einkaufs-Stadtteil interessant machten, verschwunden.

Alteingesessene werden sich noch an das Bettenhaus Wührmann und die Konditorei Rockmann am Steffensweg erinnern, die berühmt war für ihr hauseigenes Marzipan und ihre Sahnetorten. Der für den Ortsteil namensgebende Steffensweg war mal eine sehr lebendige Geschäftsstraße. Ebenso die Bremerhavener Straße, wo zum Beispiel das Modehaus H.W. Meyer je eine Filiale für Herren- und Damenmode betrieb. An jeder Ecke gab es zudem Bäckereien, Schlachtereien, Zeitschriften- und Tabakläden, kleinere Einkaufsmärkte und und und. Das ist lange vorbei. Walle ist eben keine Insel des glückseligen Einzelhandels.

Das ihm auch vor dem Hintergrund dieser Entwicklung immer noch ein schlechtes Image anhaftet, wird dem Stadtteil im Westen Bremens aber nicht (mehr) gerecht. Denn Walle kann längst auf vielen Gebieten punkten. Wohnen ist hier (noch) erschwinglich, Walle vereint zudem Altes mit Neuem, wie in der Überseestadt gut zu sehen ist, Walles jüngstem Ortsteil. Und Walle ist ein sehr grüner Stadtteil.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Impressionen unter dem Motto "Hier ist es in Walle richtig schön". Lassen Sie sich inspirieren - und vielleicht auch animieren, Walle danach auch persönlich neu zu entdecken.

Sie kennen weitere schöne Ecken, die unbedingt in diese Fotostrecke gehören? Dann senden Sie uns ein oder mehrere Fotos mit einer kurzen Begründung an onlineredaktion@weser-kurier.de.

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