Wasserqualität in Bremen Hier kann gebadet werden

Bremen. Das Hitzehoch "Achim" soll ganz Deutschland hohe Temperaturen bescheren: Unsere Übersicht zeigt, welche Badeseen sich am besten zur Abkühlung eignen, und welche eher nicht.
18.08.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Hier kann gebadet werden
Von Max Polonyi

Bremen. Regen, unter 20 Grad und Sonnenschein nur in Ausnahmefällen: Der deutsche Sommer 2012 beschert gerade denjenigen, die nicht in ein warmes Urlaubsland im Süden flüchten konnten, bisher viel Kummer. An diesem Wochenende soll der Sommer sich aber noch einmal blicken lassen.

Dank Hoch "Achim" werden in ganz Deutschland Rekordtemperaturen erwartet. Es könnte das heißeste Wochenende des Jahres werden. Bis zu 35 Grad sollen die Bremer ins Schwitzen bringen. Die perfekte Gelegenheit, um sich in einem der zehn Badeseen zu erfrischen.

"Alle ausgewiesenen Badestellen in Bremen haben gute bis sehr gute Wasserqualität", sagt Britta Freiheit, beim Umweltsenator zuständig für die Kontrolle der Gewässer. Mit einheitlich 20 bis 21 Grad haben sie zudem die perfekte Temperatur, um sich von der Hitze abzukühlen. Einmal in der Woche zwischen Mai und September werden Qualität und Temperaturen der Bremer Seen von der Umweltbehörde überprüft. Anhand hygienischer Kriterien der EU-Badegewässer-Verordnung wird dann entschieden, ob ein See zum Baden tauglich ist. Das Ergebnis: "Nach EU-Richtlinien kann man in fast allen Bremer Badeseen problemlos planschen", sagt Freiheit.

Aber nur "fast". Denn an einigen Stellen im Grambker See und im Sportparksee Grambke haben die Kontrolleure Blaualgenblüten entdeckt. Die seien zwar nicht lebensbedrohlich und auch kein Hinweis auf Verschmutzung des Sees. Ganz unbesorgt sollte man dennoch nicht mit ihnen in Kontakt kommen. "Wir weisen darauf hin", sagt Sabine Luther vom Gesundheitsamt Bremen, "dass Menschen mit empfindlicher Haut oder empfindlichen Augen nicht in der Nähe dieser Blaualgen baden sollten." Gerade bei Kleinkindern könne es bei übermäßigem Verschlucken des Wassers zu Durchfällen und leichteren Vergiftungserscheinungen kommen.

Wie schon in der zurückliegenden Badesaison wachen auch an diesem Wochenende die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) an den acht größten Bremer Seen. Ausgerüstet mit Motorbooten und Rettungskajaks sollen zehn bis zwölf Ehrenamtliche pro Rettungsstation für die Sicherheit beim Badespaß sorgen.

Besondere Vorbereitungen für dieses Wochenende, an dem ein Besucherrekord erwartet wird, haben die Rettungsschwimmer nicht getroffen. "Wir sind jederzeit mit ausreichend Personal und Material auf den Ernstfall vorbereitet", sagt Oliver Paust, Sprecher der DLRG Bremen.

Den Ernstfall habe man in diesem Jahr zweimal erlebt. Dabei ging es allerdings nicht um Schwimmer, die einen Krampf erlitten hatten und gerettet werden mussten. "Wir müssen meistens eingreifen, wenn zu viel Alkohol im Spiel ist", sagt Paust. Vor einigen Wochen seien die Einsatzkräfte zum Beispiel auf ein junges Mädchen am Mahndorfer See gestoßen, das wegen einer Alkoholvergiftung nahezu bewegungsunfähig am Ufer lag. "Auch bei solchen Fällen können wir helfen, und das tun wir natürlich auch", sagt Paust.

So weit sollte es nicht kommen. Die Bremer Seen locken aber trotzdem auf ein kühles Bier zum Ausklang der Grillsaison. Denn für das Braten und Garen unter freiem Himmel gibt es an den Seen kein generelles Verbot. Einzig am Werdersee sind drei Grillplätze sowie eine Grillwiese extra ausgewiesen.

Denn dort ähnelte die Grasnarbe in der Vergangenheit einem Flickenteppich, weil viele Besucher ihre heiße Kohle einfach auf das Grün geschüttet hatten. "Durch die ausgewiesenen Plätze halten wir Verschmutzung und Beschädigung der Umwelt durch Grillen weitgehend im Zaun", sagt Hartmut Kurz, der beim Umweltsenator zuständig für öffentliche Grünanlagen ist. Wer die Grasnarbe mutwillig zerstört oder an unerlaubten Plätzen grillt und dabei erwischt wird, dem droht ein Bußgeld von 35 Euro.

Wer sich an alle Regeln und Hinweise hält, dem steht ein unbeschwertes Wochenende an den Bremer Badeseen bevor. Und das sollte er nutzen. Denn wer weiß? Vielleicht gibt es das nächste Bade-Wochenende erst wieder 2013.

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