Bremer Verein bringt Menschen mit und ohne Behinderung zusammen Hilde-Adolf-Preis 2010 geht an Crazy Run

Bremen. Crazy Run organisiert gemeinsame Aktivitäten für Menschen mit und ohne Behinderungen. Die Mitglieder gehen zum Beispiel auf Motorradtour oder paddeln. Dafür wurde der gemeinnützige Verein aus Bremen jetzt mit dem Hilde-Adolf-Preis ausgezeichnet.
18.08.2010, 13:35
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Gehrmann

Bremen. Crazy Run organisiert gemeinsame Aktivitäten für Menschen mit und ohne Behinderungen. Die Mitglieder gehen zum Beispiel auf Motorradtour oder paddeln. Dafür wurde der gemeinnützige Verein aus Bremen jetzt mit dem Hilde-Adolf-Preis ausgezeichnet.

Es begann 2004 mit einer Motorradreise. Die Idee zu Unternehmungen von Menschen mit und ohne Behinderung hatte Silke Susan Rotermund. Sie ist erste Vorsitzende des 2005 gegründeten gemeinnützigen Vereins. Ungewöhnlich sollen die Aktivitäten sein und doch aus dem Alltag gegriffen: Eine Fußballspiele, ein Trickfilmkursus, Flüge mit einem Motorsegler oder Ballonfahrten.

Menschen mit Behinderung zeigen oft großes Interesse an solchen Aktivitäten, die ihnen sonst meist verschlossen bleiben. "So können neue Erfahrungen mit Grenzen möglich werden", erklärte Rotermund bei der Preisverleihung. Von diesen Erfahrungen haben beide Seiten etwas, wie die Initiatorin des Vereins betonte: "Gemeinsame Erfahrungen, gegenseitige Akzeptanz und ein offener Umgang miteinander sind entscheidend.

Bürgermeister Jens Böhrnsen erinnerte an die 2002 verstorbene Sozialsenatorin, nach der der Preis benannt ist. Er freue sich, dass die Verleihung in diesem Jahr in die Integrationswoche eingebettet sei. Denn Integration sei "keine Frage von Deutscher oder Ausländer, sondern davon, wo wir unseren Platz in der Gesellschaft haben".

Das betonte auch Lars Haider, Chefredakteur des WESER-KURIER und der Bremer Nachrichten, der Vorsitzender der Bürgerstiftung Bremen ist. Die Bürgerstiftung verleiht den Hilde-Adolf-Preis. "Wenn die Mitte der Gesellschaft schrumpft, können wir es uns nicht leisten, Menschen am Rand stehen zu lassen", sagte Haider. Er plädierte dafür, nicht auf den Staat zu setzen, sondern auf Eigenverantwortung und Einsatz der Bürger für die Gemeinschaft. In der Hansestadt funktioniere das bürgerschaftliche Engagement vorbildlich.

Die Auszeichnung, die aus einem Preisgeld von 3.000 Euro und einer Büste von Hilde Adolf besteht, hat die Bremer Tageszeitungen AG gestiftet.

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