Über 200 Wirte wenden sich an den Senat

Hilferuf der Bremer Gastro-Betriebe

In einem Offenen Brief rufen die Eigentümer von über 200 Bremer Gastronomiebetrieben den Senat auf, sie in der Krise nicht im Stich zu lassen. Die bisher in Aussicht gestellten Hilfen seien unzureichend.
19.03.2020, 13:53
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Hilferuf der Bremer Gastro-Betriebe
Von Jürgen Theiner
Hilferuf der Bremer Gastro-Betriebe

Durch die corona-bedingten Beschränkungen geht es vielen Wirten wirtschaftlich zunehmend schlecht.

Michael Matthey

Die Bremer Gastronomiebranche sieht sich durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. In einem Offenen Brief an den Senat, der am Donnerstagmittag bereits von über 200 Wirten unterzeichnet war, appelliert das Gewerbe an den Senat, schneller und gezielter zu helfen. Viele Betriebe hätten kaum oder keine finanziellen Reserven, müssten aber Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Mitarbeitern bedienen. „Wenn jetzt nicht für Klarheit und echte finanzielle Soforthilfe gesorgt wird, steht Bremens Gastroszene vor dem Aus!“, heißt es in dem Schreiben.

Die Autoren erkennen die bisherigen Bemühungen der Landesregierungen durchaus an, halten sie aber nicht für passgenau. So sei den meisten Gastro-Unternehmen mit Überbrückungskrediten nicht geholfen. Diese sorgten zwar für Aufschub, aber nicht für Lösungen. Gefragt seien eher die Übernahme von Lohnkosten und der Erlass statt einer Stundung von Steuerzahlungen.

Zugleich bieten die Wirte an, sich bei der Sicherstellung einer Grundversorgung helfend einzureihen. Das könne durch die Organisation von Lieferdienten für Risikogruppen geschehen oder durch „Bereitstellung einfacher To-Go-Mahlzeiten für die Menschen aus unseren Vierteln“.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+