Kommentar über Bremer ÖPNV

Höhere Fahrpreise sind ein falsches Signal

Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen wird die Tarife erhöhen. Ein falsches Signal, findet Jürgen Hinrichs. Statt die Fahrgäste zu belasten, sollten Busse und Bahnen stärker aus Steuern finanziert werden.
11.11.2019, 16:49
Lesedauer: 1 Min
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Höhere Fahrpreise sind ein falsches Signal
Von Jürgen Hinrichs
Höhere Fahrpreise sind ein falsches Signal

Der VBN erhöht die Preise. Durchschnittlich beträgt die Steigerung der Tarife 1,6 Prozent.

Frank Thomas Koch

Das ist wie Weihnachten. Das fällt nie aus. Immer wenn das Jahr zur Neige geht, werden höhere Preise für Bus, Straßenbahn und Bahn angekündigt. Nicht in allen Tarifen, und es gibt auch Verbesserungen. Letztlich muss das Gros der Kunden aber tiefer in die Tasche greifen. Das ist ärgerlich und schwer zu verstehen, vor allem in Bremen.

Seit Jahr und Tag stellen SPD und Grüne den Senat, neuerdings auch die Linken. Alles Parteien, die sich die Verkehrswende auf die Fahnen geschrieben haben. Die Menschen sollen vom Auto mehr und mehr auf Bus und Bahn umsteigen, besonders die Berufspendler. Schmackhaft ist das aber nur mit einem guten Angebot. Engmaschig muss es sein, flexibel, transparent – und so erschwinglich, dass auch dieser Aspekt einen Anreiz setzt.

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Das ist der Anspruch, die Wirklichkeit hinkt hinterher. Es spricht nicht für viel Fantasie, wenn ewig an der Preisspirale gedreht wird. Keine Frage, dass bei steigenden Kosten ein Ausgleich geschaffen werden muss. Aber warum die Fahrgäste belasten, warum nicht die Allgemeinheit? Busse und Bahnen sollten stärker als bisher aus Steuern finanziert werden.

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