Kommentar über Sparkasse Bremen

Höhere Gebühren sind unhanseatisch

Für viele Kunden der Sparkasse Bremen werden mit den neuen Kontomodellen die Gebühren steigen. Die Sparkasse riskiert hier einen Teil ihres Ansehens, urteilt Florian Schwiegershausen.
04.04.2018, 19:52
Lesedauer: 1 Min
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Höhere Gebühren sind unhanseatisch
Von Florian Schwiegershausen
Höhere Gebühren sind unhanseatisch

Die Sparkasse Bremen dreht an der Gebührenschraube. Dadurch könnte es um 67 Prozent teurer werden für einige Kunden.

dpa

Ein Unternehmen teilt seinen Kunden ungern mit, dass es die Preise erhöhen muss. So scheint es auch der Sparkasse Bremen zu gehen. Statt klar und schnörkellos mitzuteilen, dass sich für viele Kunden die Kontogebühren erhöhen werden, kommt das Schreiben mit einem Foto der Sielwallkreuzung wie ein Werbebrief für ein neues Produkt daher. Wie viele Kunden diesen Brief daher direkt in den Papierkorb geworfen haben?

Klar ist: In der momentanen Niedrigzinsphase müssen die Banken sehen, wo sie bleiben. Andere Geldinstitute haben längst die Kontogebühren erhöht. Nun will ja die Sparkasse Bremen hanseatisch sein. Dann soll sie bitte klar heraus formulieren, was Sache ist. Ihr Schreiben sagt aber noch nicht einmal, ab wann die höheren Gebühren gelten.

Das ist unhanseatisch und geht nach hinten los. Denn so zerstört sich die Sparkasse einen Teil von ihrem mehrheitlich positiven Image, das sie in der Stadt genießt. Ausbaden müssen es nun die Mitarbeiter in den Filialen, die die verärgerten Kunden vor sich haben. Die Mitarbeiter werden denjenigen, der sich das so mit den Briefen ausgedacht hat, hassen. Und die Bremer Verbraucherzentrale ist bereits alarmiert.

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