Eigentümer untersagt Saalnutzung

Hooligan-Konzert verhindert

Das Konzert der Bremer Hooliganband „Kategorie C“ konnte vergangenen Sonnabend verhindert werden. Dennoch wurden rund um die Location einzelne auswärtige Autos mit Personen aus dem rechten Spektrum gesichtet.
01.08.2016, 19:13
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Hooligan-Konzert verhindert
Von Jan Oppel

Das Konzert der Bremer Hooliganband „Kategorie C“ konnte vergangenen Sonnabend verhindert werden. Dennoch wurden rund um die Location einzelne auswärtige Autos mit Personen aus dem rechten Spektrum gesichtet.

Der Landkreis Cuxhaven und die Gemeinde Beverstedt haben zusammen mit den Sicherheitsbehörden ein für vergangenen Sonnabend geplantes Konzert der Bremer Hooliganband „Kategorie C“ in Beverstedt verhindert. „Wir haben alles getan, was rechtlich möglich war“, sagt Beverstedts Bürgermeister Ulf Voigts (parteilos). Der Verfassungsschutz stuft die Gruppe um Sänger Hannes Ostendorf als rechtsextrem ein.

Am Donnerstag hätte die Polizei ihn von dem geplanten Konzert in Kenntnis gesetzt, berichtet Voigts. Er habe dem Pächter der Kneipe „Blabla“ daraufhin eine Untersagungsverfügung überreicht. Im hinteren Teil des Gebäudekomplexes befindet sich ein Festsaal. Der Pächter habe aber nur eine Konzession für die Kneipe im vorderen Teil, erklärt Voigts.

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Der Grundstückseigentümer untersagte dem Pächter zusätzlich die Nutzung des Saals. Dieser habe das Verbot akzeptiert, so Voigts. Das Konzert war im Rahmen einer Geburtstagsfeier geplant. Die Band hatte den „Balladenabend im Großraum Bremerhaven“ Mitte Juli auf ihrer Webseite angekündigt (wir berichteten).

Band reagiert genervt

Zu dem Gebäude gehört auch eine Kegelbahn, die in der Vergangenheit zu Wohnungen umgebaut wurde, die von Flüchtlingen bewohnt werden. „Denen haben wir geraten, an dem Abend besser zu Freunden zu gehen“, sagt Voigts. Man habe ein Zusammentreffen mit Rechtsradikalen unbedingt vermeiden wollen. Trotz des Konzertverbots seien rund um die Gaststätte einzelne auswärtige Autos mit Personen aus dem rechten Spektrum gesichtet worden, berichtet der Bürgermeister. Nach kurzer Zeit sei der Spuk aber vorbei gewesen.

Die Band reagierte genervt auf das Verbot: „Der Staat hat mit aller Macht dem Veranstalter gedroht und hat sein Ziel erreicht. Deutsche Jugendliche dürfen hier in der BRD nicht einem Konzert beiwohnen. Ausländer und Salafisten dürfen sich in die Luft sprengen und unzählige Menschen töten. Ungestört dürfen sie Bomben bauen und die Gesetze brechen. Aber gegen eine Musikveranstaltung wird mit aller Härte vorgegangen“, so Kategorie C auf ihrer Homepage.

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