Horn-Lehe

Horner Gymnasiasten forschen an der Uni

Horn-Lehe. „Mikrokaltumformen – Prozesse, Charakterisierung, Optimierung“, so nennt sich ein Sonderforschungsbereich am Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (Bias). Hier konnten vier Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Horn seit Schuljahresbeginn erste Schritte in wissenschaftlichen Gefilden unternehmen.
11.02.2016, 00:00
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„Mikrokaltumformen – Prozesse, Charakterisierung, Optimierung“, so nennt sich ein Sonderforschungsbereich am Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (Bias). Hier konnten vier Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Horn seit Schuljahresbeginn erste Schritte in wissenschaftlichen Gefilden unternehmen.

Beim Mikrokaltumformen handelt es sich um Verfahren, die unter anderem bei der Produktion von Smartphones, Hörgeräten und in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Die vier Gymnasiastinnen und Gymnasiasten waren Teil des Nachwuchsförderungs- und Öffentlichkeitsprojekts „Mikromal“.

Das Thema der Elftklässlerinnen Julia Noël und Wiebke Rosebrock war die „Produktion sechseckiger Mikroumformwerkzeuge“. Dazu setzten sie sich mit der laserchemischen Mikrostrukturierung von Metallen auseinander. Das Ziel war, komplexe geometrische Strukturen mit einem Durchmesser von unter einem Millimeter in Metall zu ätzen. Unterstützt wurden die Schülerinnen von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Olga Hauser und der Gastwissenschaftlerin Alina Matson. Die Forschungsergebnisse der Mädchen werden in den kommenden Monaten in mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen einfließen.

Ihre beiden Mitschüler Malte Haßler und Jan Plieth befassten sich mit der Überprüfung einer Mikroumformmaschine, die zur Herstellung winziger metallischer Näpfe mit einem Durchmesser von unter einem Millimeter dient. Die Aufgabe der Jungen war es, die Steuergenauigkeit der Maschine unter die Lupe zu nehmen und zu bewerten. Dabei wurden sie von Hendrik Tetzel und Annika Bohlen betreut. Auch ihre Ergebnisse werden in der Forschung weiterverwendet. Für „Mikromal“ werden unter anderem Ausstellungen und regelmäßige Aktionen zum „Kids Day“ und „Weltretter-Tag“ organisiert. Auch Schulprojekte rund um die Forschungsthemen des besagten Sonderforschungsbereichs, der die Nummer 747 hat, gehören dazu. Ziel ist es, die Mikroumformtechnik bekannter zu machen und Jugendliche für Technik zu begeistern.

XIK

Weitere Infos dazu gibt es im Internet auf der Seite www.mikromal.de.

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