Fest bringt Menschen in Bewegung und Spenden in die Benefizkasse Hula-Hoop auf dem Brommyplatz

Bewohner des Peterswerder und des Hulsbergviertels und ihre Gäste haben am Sonntag zusammen gefeiert – und auch gleich etwas für einen guten Zweck getan. Das Brommyfest war wie immer mit einer Benefizaktion verbunden.
05.09.2013, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Britta Kluth

Bewohner des Peterswerder und des Hulsbergviertels und ihre Gäste haben am Sonntag zusammen gefeiert – und auch gleich etwas für einen guten Zweck getan. Das Brommyfest war wie immer mit einer Benefizaktion verbunden.

Mit Melodien aus dem Kinofilm „Amélie“ hat das musikalische Quartett „Café Brunette“ ein wenig französische Leichtigkeit in den Peterswerder gebracht. Ein Heimspiel sozusagen, denn Christoph Teichmann, Caspar Heinemann, Thomas Kriszan und Martin Henkel wohnen allesamt im Peterswerder. Das Brommyfest am Sonntag war für die Vier allerdings eine Premiere.

„Der Kontakt kam durch Christine Fahrner von der Werbegemeinschaft zustande. Wir sind sozusagen Nachbarn“, sagt Christoph Teichmann, der hauptberuflich das Geigen-Atelier in der Hamburger Straße betreibt. „Eigentlich sollten wir schon im letzten Jahr auf dem Brommyfest auftreten. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass es jetzt geklappt hat.“

„Café Brunette“ gibt es seit knapp sieben Jahren. Kennengelernt haben sich die Musiker eher zufällig über seine Werkstatt und über die Kinder, sagt Teichmann. Auf dem Brommyfest unterhielt die Gruppe mit Musette, Jazz, Swing und Filmmusik – alles selbst arrangiert, mal mit humorvoller und mal mit eigenwilliger Note. Karin Potthast aus dem Peterswerder und Dirk Drager aus der Lüneburger Heide gefiel die Mischung. Beide genossen die heimelige Atmosphäre auf dem Brommyplatz. Das Fest habe eine schöne Größe, und auch die Stimmung und Musik seien sehr angenehm, waren sie sich einig.

Ein abwechslungsreiches Programm

Christine Fahrner, die Vorsitzende der Werbegemeinschaft, freute sich darüber, dass es vor allem für die kleinen Besucher wieder ein abwechslungsreiches Programm gab. Von den Geschäftsleuten und allen Unterstützern sei richtig viel auf die Beine gestellt worden. Ob Minikarussell, Auftritte vom Theater Interaktiwo, Mitmachspiele an den Ständen, Kinderbibliothek, Verkehrswacht, die Polizei vom Revier Steintor, die in diesem Jahr 32 kostenlose Fahrradregistrierungen durchführte, oder andere Aktionen – in jeder Ecke war etwas los. Auf der Bühne gaben neben „Café Brunette“ noch die Schülerbands der Gesamtschule Mitte, die Musikschule Casa della Musica und die Lobster‘s aus Bremen musikalisch Vollgas.

Die achtjährige Schülerin Allegra und ihr gleichaltriger Klassenkamerad Sandro von der Grundschule an der Stader Straße stellten ihr Geschick beim Hula-Hoop unter Beweis. Und der Reifen wollte einfach nicht fallen! Wie sich herausstellte, sind die Beiden echte Hula-Hoop-Cracks und haben im Sportunterricht schon eifrig üben können. Auch die Mutter von Allegra, Beate Griesmeyer, bummelte über das Brommyfest. In diesem Jahr habe sie es nun endlich geschafft, die Familienfahrräder registrieren zu lassen, freut sich Beate Griesmeyer. Das Quartierfest sei einfach eine schöne Möglichkeit, Freunde und Nachbarn aus dem Stadtteil zu treffen.

Musik gab es derweil nicht nur auf der Bühne, sondern auch auf dem Stand der Musikschule Casa della Musica. Deren Leiterin Bettina Pilster hatte so einige Instrumente in petto, die Jung und Alt nach Herzenslust ausprobieren konnten. Unterstützt wurde sie von ihrem Ehemann Jacob, eigentlich Anästhesist am Rotes Kreuz Krankenhaus, und dem Klavierlehrer und Profipianisten Jörg Albrecht. „Schuhe ausziehen“ hieß es beim Hüpfklavier. Hopsend brachte der vierjährige Jaaron die Tasten zum Klingen und hatte viel Vergnügen dabei. Das Hüpfklavier komme immer super an, verrät Bettina Pilster schmunzelnd. Sie habe lange danach recherchieren müssen und setze es auch bei der musikalischen Früherziehung und bei den Instrumente-Schnupperkursen ein. Das sei immer ein Riesenspaß.

Spaß hat auch die neue Boccia-Gruppe der Bremer Turnvereinigung (BTV) von 1877 für Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Behinderung jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr, wenn man sich auf dem Sportplatz Henschenbusch trifft (wir berichteten). „Die Sportler kommen aus ganz Bremen und sind mit Begeisterung bei der Sache“, sagt Fritz Schütz, erster Vorsitzender der BTV, die als „Sportverein im Stadtteil“ selbstverständlich mit einem Stand auf dem Brommyfest vertreten war.

Gudrun Kück trainiert die Boccia-Gruppe seit fünf Jahren, bis vor Kurzem noch in der Georg-Gries-Straße. „Die Mannschaft hat bei den letztjährigen Special Olympics in München diverse Medaillen geholt“, sagt sie stolz, „2014 in Düsseldorf sind wir wieder dabei.“ Da die Boccia-Gruppe keinen Sponsor hat, organisierten die Mitglieder für das Brommyfest eine Tombola.

Rundum zufrieden sei sie, sagt Christine Fahrner. Der Brommyplatz sei die ganze Zeit über gut gefüllt gewesen, und alles habe bestens geklappt. Selbst das Wetter habe – entgegen der Prognose – mitgespielt. Wie üblich kommen die Einnahmen und Spenden des Brommyfestes einer sozialen Einrichtung zugute. Dieses Jahr wird der Bremische Verein der Freunde blinder und sehbehinderter Kinder und Jugendlicher unterstützt.

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