Abstiegskandidat SV Grohn unterliegt Werder III mit 0:7 und verliert auch noch Dimitrios Tsaknakis durch Platzverweis 'Husaren'-Trainer Schrader spricht von einem Armutszeugnis

Grohn. Gegen den Ligaprimus der Fußball-Bremen-Liga zu verlieren, ist sicher keine Schande. Es kommt nur darauf an, wie man es tut. Die Art und Weise der 0:7 (0:2)-Niederlage des SV Grohn im Nachholspiel bei Tabellenführer SV Werder Bremen III brachte Coach Juan Schrader jedenfalls auf die Palme. 'Eine Schande' sei es gewesen, wie sich sein Team speziell im zweiten Spielabschnitt präsentiert habe.
05.05.2010, 21:50
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
'Husaren'-Trainer Schrader spricht von einem Armutszeugnis
Von Dennis Schott

Grohn. Gegen den Ligaprimus der Fußball-Bremen-Liga zu verlieren, ist sicher keine Schande. Es kommt nur darauf an, wie man es tut. Die Art und Weise der 0:7 (0:2)-Niederlage des SV Grohn im Nachholspiel bei Tabellenführer SV Werder Bremen III brachte Coach Juan Schrader jedenfalls auf die Palme. 'Eine Schande' sei es gewesen, wie sich sein Team speziell im zweiten Spielabschnitt präsentiert habe.

'Da sollte sich jeder Einzelne mal fragen, was er in der Bremen-Liga zu suchen hat. Das war ein Armutszeugnis. Wir haben in der zweiten Hälfte ja noch nicht einmal eine Gelbe Karte bekommen', echauffierte sich der Grohner Trainer des Kellerkindes.

In der Tat kam der Auftritt der Gäste nach dem Seitenwechsel einer Selbstaufgabe gleich. Stimmte in den ersten 45 Minuten zumindest noch die kämpferische Einstellung, ließen die 'Husaren' den spielerisch mehr als überlegenen Gastgebern mit Beginn des zweiten Spielabschnitts nach Belieben schalten und walten. Die raschen Gegentreffer zum 3:0 durch Josip Jurcevic (48.) und zum 4:0 durch Mantas Mazeikis (53.) mögen ihren Teil dazu beigetragen haben, als Entschuldigung für die fehlende Gegenwehr wollte Coach Schrader dies jedoch nicht gelten lassen.

'Das hatte nichts mit Bremen-Liga-Fußball zu tun', so Schrader, dessen Team unter Dauerbeschuss stand und per Doppelschlag das 5:0 und 6:0 hinnehmen musste (72., 74.), ehe Werders Mantas Mazeikis mit seinem dritten Treffer den 7:0-Endstand erzielte (86.). Ein Ergebnis, das gemessen an den teils hochkarätigen Chancen sogar ein gnädiges war. Nach der ersten Hälfte zu urteilen, hätte man davon nicht unbedingt ausgehen müssen. Zwar waren die Gastgeber auch hier das klar tonangebende Team mit einem deutlichen Chancenplus, doch mehr als das frühe 0:1 (9.), das der zuvor mit einem Mitspieler zusammengeprallte Schlussmann Marco Hampel unverletzt möglicherweise gehalten hätte, ließen die Gäste mit Glück und Geschick nicht zu. Was auch ein Verdienst des eingewechselten Ersatz-Torwarts Bahadir Kilickeser war, der gleich zwei Eins-gegen-Eins-Duelle für sich entschied.

Nachdem Dimitrios Tzaknakis mit seiner Flanke für die ersten zarten Angriffsbemühungen der Grohner gesorgt hatte und Wladislaw Pfeifer kurz danach erst im letzten Moment von Bremens John Werner gestoppt werden konnte, sorgte eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung für Unmut beim SV Grohn. Grund: Einen Freistoß von Viktor Schlak soll Werders John Werner im Strafraum mit der Hand abgewehrt haben.

Der fällige Elfmeterpfiff indes blieb aus. Sehr zum Ärger der Grohner und vor allem von Dimitrios Tzaknakis, der sich bei Referee Sebastian Schiller derart lautstark (und nach Aussage Schillers auch leicht tätlich) beschwert haben soll, dass er mit Rot vom Platz musste (30.). 'Es war ein ganz klarer Elfmeter. Und wenn er pfeift, steht es 1:1', meinte Juan Schrader, der wegen vieler fragwürdiger Zweikampfentscheidungen im ersten Spielabschnitt ohnehin nicht gut auf den Unparteiischen, der ihn auch hinter die Bande schickte, nicht gut zu sprechen war. Das galt dann nach dem Abpfiff für das eigene Team.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+