Kommentar zu Lebensmittelkontrollen

Hygieneampel verpflichtend für alle Betriebe einführen

Die Ergebnisse von Hygienekontrollen bei Bremer Lebensmittel-Betrieben verschwinden in den Untiefen von Tätigkeitsberichten. Leider, schreibt Sara Sundermann, denn es gäbe durchaus sinnvolle Verwendung dafür.
31.10.2019, 21:43
Lesedauer: 1 Min
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Hygieneampel verpflichtend für alle Betriebe einführen
Von Sara Sundermann
Hygieneampel verpflichtend für alle Betriebe einführen

Die Bremer Verbraucherzentrale fordert, dass die Ergebnisse der Lebensmittelkontrollen den Kunden besser zugänglich gemacht werden.

Jochen Lübke /dpa

Lebensmittelkontrolleure in Bremen besuchen jedes Jahr Tausende Betriebe. Viel Aufwand, und dabei wird auch einiges gefunden, Gutes wie Schlechtes. Doch interessante Ergebnisse versauern gewissermaßen in den Untiefen des Verbraucherschutzberichtes. Und selbst dort werden keine Namen von Betrieben genannt, bei denen man Mängel entdeckt hat. Die Bremer Verbraucherzentrale fordert deshalb ein Hygienebarometer – und genau das hat man in Niedersachsen schon getestet, ein halbes Jahr lang. Im Anschluss begrub man das Projekt fein säuberlich. Allerdings: In Niedersachsen war es den Gaststätten freigestellt, ob sie ihre Hygienebewertung öffentlich machen. Wenig überraschend, dass kein Imbissbetreiber ein weinendes Smiley an seine Ladentür heftet.

Hungrige Verbraucher werden sich kaum das sauberste Lokal aussuchen, eher das leckerste. Aber bei seinem Lieblingsladen wüsste man schon gern, wie der es mit der Hygiene hält. Aus Niedersachsens Beispiel kann man lernen: Wenn man etwas für ­Verbraucher so Nützliches wie eine Hygieneampel einführt, dann bitte konsequent – und das kann nur heißen: verpflichtend für alle Betriebe.

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