Ende des Oldtimer-Treffens Im Borgward in die Zukunft

Aus Australien, Neuseeland, Kanada, den USA und vielen europäischen Ländern waren Menschen zum Borgward-Welt-Treffen nach Bremen gereist. Das Event endete am Sonntag mit einer Korsofahrt von 200 Oldtimern zum Marktplatz.
09.05.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Hilke Maunder

Aus Australien, Neuseeland, Kanada, den USA und vielen europäischen Ländern waren Menschen zum Borgward-Welt-Treffen nach Bremen gereist. Das Event endete am Sonntag mit einer Korsofahrt von 200 Oldtimern zum Marktplatz.

„180 bis 200 Fahrzeuge waren es wohl, die mit dabei waren beim Korso“, schätzt Werner Hilscher. Er hockt sich neben eine fast einen Meter große Werner-Puppe, lässt die Feuerwehrsirene erschallen und fährt langsam von dannen, begleitet vom Klatschen der vielen Zuschauer, die um kurz vor zwei Uhr nachmittags am Sonntag bei Kaiserwetter das letzte der 500 Fahrzeuge verabschiedeten, die am 2. Borgward-Welt-Treffen in Bremen vom 5. bis 8. Mai teilgenommen hatten.

„Auf dem historischen Marktplatz durften nur insgesamt 25 Fahrzeuge halten – aus jeder Fahrzeugklasse eines“, hatte Hilscher zuvor erzählt, er hatte das Welttreffen mitorganisiert. „Die Halter der anderen Fahrzeuge mussten den Markt in langsamer Fahrt passieren“, so Hilscher.

Neues Modell

Aus Australien, Neuseeland, Kanada, den USA und vielen europäischen Ländern waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Borgward-Welt-Treffens nach Bremen gekommen. Sie hatten Chrom und Lack auf Hochglanz poliert und die traditionsreichen Borgward-Marken Isabella, Arabella, Hansa und Lloyd sowie Lastwagen und Hubschraubermodelle und den Neuwagen BX 7 einem Publikum präsentiert, das mitunter so lange Anfahrten hinter sich hatte, wie Tom Wilkinson, der extra aus England nach Bremen gereist war, um seine Fotosammlung von Borgward-Oldtimern zu vervollständigen.

Umso gespannter war er auf das neue Premierenmodell Borgward BX7 AWD. Am Freitag hatte Gründerenkel Christian Borgward den luxuriösen SUV mit Infotainmentsystem in der Heimatstadt des Autoherstellers vorgestellt. „Meine Idee, den Traum meines Großvaters fortzuführen, ist Realität geworden. Die Marke Borgward ist wieder auf der Straße. Es ist unbeschreiblich“, sagte Borgward nach der ersten „Dienstfahrt“. Das Auto wird derzeit in China gebaut.

Geldgeber, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa), sei der chinesische Lastwagenbauer Foton. Ob Borgward auch in Deutschland produziert, werde sich im Herbst zeigen. „Es soll ein europäisches Werk werden“, sagte Axel Lengert von der Borgward Group AG. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde es in Deutschland angesiedelt. Im heutigen Daimler-Werk in Bremen-Sebaldsbrück liefen bis Anfang der 1960er Jahre jährlich bis zu 100 000 Borgward-Fahrzeuge vom Band.

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