DRK übernimmt Betrieb Streit um Erweiterung des Bremer Impfzentrums beigelegt

Das Bremer Impfzentrum wird in den nächsten Wochen um weitere Messehallen erweitert. Streit gab es um die Zuständigkeit. Das DRK wird die zusätzlichen Hallen jetzt allein übernehmen.
28.02.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Streit um Erweiterung des Bremer Impfzentrums beigelegt
Von Jürgen Hinrichs

Im Konflikt um die Erweiterung des Impfzentrums an der Bürgerweide hat sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) durchgesetzt und wird nun in alleiniger Regie den Betrieb in den zusätzlichen Messehallen organisieren. Das ist von allen beteiligten Parteien auf Nachfrage bestätigt worden. Die Unternehmerinitiative "Bremen impft" wollte sich, wie bereits in Halle 7, auch in den Hallen 4 bis 6 engagieren, konnte sich mit dem DRK aber nicht über die Modalitäten einigen. Der Ärger bei "Bremen impft" war dem Vernehmen nach groß, es drohten Konsequenzen für das gesamte Projekt. Nach Vermittlung von Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) und Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) konnte das verhindert werden.

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„Die Lösung ist für alle Beteiligten tragbar“, sagt Holger Römer, Sprecher von „Bremen impft“ und der Zech-Gruppe, die maßgeblich an der Initiative beteiligt ist. „Bremen impft“ werde sich mit seinem Personal in Kooperation mit den Johannitern weiterhin auf die Halle 7 konzentrieren und habe dort zuletzt den Ausbau der Impfkapazitäten begleitet. „Bremen impft“ betreibt außerdem das Callcenter für alle drei Impfzentren im Land Bremen: an der Bürgerweide, in Vegesack und in Bremerhaven. Allein am Freitag hat es nach Angaben von Römer 2600 Anrufe gegeben, die zu fast 100 Prozent sofort durchgekommen seien.

Auch die Gesundheitsbehörde bestätigt, dass der Zwist zwischen „Bremen impft“ und dem DRK ausgeräumt ist. „Die Unternehmerinitiative bleibt an Bord“, erklärt Behördensprecher Lukas Fuhrmann. Dem Callcenter bescheinigt Fuhrmann eine „grandiose Erreichbarkeit“. Eine Reaktion gibt es auch vom DRK. „Wir sind die Gesundheitsexperten“, betont DRK-Sprecher Lubbo Roewer. Sollte „Bremen impft“ sich anders entscheiden und auch in den Hallen 4 bis 6 mithelfen wollen, wäre das kein Problem. Roewer: „Dafür sind wir weiterhin offen.“

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