„Jugend forscht“-Wettbewerb Im Bremer Universum kracht und bebt es

Bremen. Funken sprühen, Muscheln kleben, Unterwasservulkane brechen aus – die Projektarbeiten zum diesjährigen „Jugend forscht“-Wettbewerb könnten nicht unterschiedlicher sein. Am Dienstag und Mittwoch stellen die Teilnehmer aus Bremen-Mitte ihre Arbeiten im Universum vor.
16.02.2011, 11:59
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Im Bremer Universum kracht und bebt es
Von Maren Beneke

Bremen. Funken sprühen, Muscheln kleben, Unterwasservulkane brechen aus – die Projektarbeiten zum diesjährigen „Jugend forscht“-Wettbewerb könnten nicht unterschiedlicher sein. Am Dienstag und Mittwoch stellen die jungen Teilnehmer aus Bremen-Mitte ihre Arbeiten im Universum vor.

Marie Tegtmeier und Sarah Köllen bewerben sich mit ihrem Langzeitversuch im Fachbereich Chemie. Die beiden Schülerinnen haben den Gasausstoß von Unterwasservulkanen untersucht. „Wir haben uns schon immer für Naturwissenschaften interessiert“, sagt Sarah Köllen. Der Wettbewerb sei für sie eine gute Gelegenheit, einen Einblick ins wissenschaftliche Arbeiten zu bekommen. Deswegen haben sie gleich sechs Monate in ihren Versuch investiert, der in Zusammenarbeit mit dem Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie entstanden ist.

Insgesamt 312 Jungforscher haben sich allein in Bremen-Mitte für den Regionalwettbewerb beworben. Die Sieger der einzelnen Fachbereiche werden am Donnerstag im großen Hörsaal der Universität Bremen bekanntgegeben. Sie nehmen vom 14. bis zum 17. März am Landeswettbewerb teil. Die Besten der Besten dürfen dann zum Bundesfinale nach Kiel fahren.

Alternative zu synthetischen Klebstoffen

Darauf hoffen auch Jan Gewieß und Krystian Lange. Die drei Schüler vom Alten Gymnasium haben sich mit der Klebekraft von Miesmuscheln beschäftigt. „Der Miesmuschelklebstoff könnte später eine Alternative zu anderen Klebstoffen sein“, sagt Jan Gewieß. Vor allem die Medizin dürfte davon profitieren, weil das Material ausschließlich naturverträgliche Stoffe beinhalte.

Daniel Ripberger und Felix Becker gehören mit ihren 13 und 14 Jahren zu den jüngeren Teilnehmern im Wettbewerb. Sie haben für die Juniorkonkurrenz „Schüler experimentieren“ einen Transformator gebaut, der Hochspannung erzeugt. Mit bis zu 4000 Volt fließt der Strom durch die Apparatur. „Wenn man damit in Berührung kommt, erleidet man schwerste Verbrennungen oder das Herz bleibt stehen“, sagt Felix Becker. Die beiden Schüler vom Ökumenischen Gymnasium haben sich von einer Plasmakugel und einem Computerspiel inspirieren lassen.

Größter Regionalwettbewerb

Mit 159 eingereichten Arbeiten ist Bremen-Mitte der größte Regionalwettbewerb in Deutschland. Wie der Veranstalter mitteilt, hat sich die Zahl der Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 40 Prozent erhöht. Insgesamt stellt das Bundesland Bremen nun fast sechs Prozent der bundesweit 10.500 Bewerber.

Auch Zerina Badic und Jacqueline Koerber rechnen sich Chancen für den Landeswettbewerb aus. Die Schülerinnen haben 2010 zum ersten Mal bei „Jugend forscht“ mitgemacht. „Da waren wir noch viel unsicherer“, erinnert sich Koerber. „In diesem Jahr war unsere Präsentation viel souveräner.“ Für sie ist der Wettbewerb eine Möglichkeit, sich auf das Abitur vorzubereiten. „Dann müssen wir schließlich auch unsere Arbeit verteidigen“, so Zerina Badic.

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