Stunde der Gartenvögel / Nabu: Rotkehlchen sind auch für Laien leicht zu erkennen

Im Mai werden Vögel gezählt

Der Naturschutzbund (Nabu) ruft Naturfreunde dazu auf, sich an der "Stunde der Gartenvögel" zu beteiligen. Bei dieser Aktion beobachten die Teilnehmer am zweiten Maiwochenende eine Stunde lang Vögel und melden sie dann dem Nabu.
03.05.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Im Mai werden Vögel gezählt
Von Julia Ladebeck

Der Naturschutzbund (Nabu) ruft Naturfreunde dazu auf, sich an der "Stunde der Gartenvögel" zu beteiligen. Bei dieser Aktion beobachten die Teilnehmer am zweiten Maiwochenende eine Stunde lang Vögel und melden sie dann dem Nabu.

Bremen-Nord. Der Naturschutzbund (Nabu) ruft dazu auf, sich an der "Stunde der Gartenvögel" zu beteiligen. Bei dieser Aktion beobachten die Teilnehmer zwischen dem 11. und 13. Mai eine Stunde lang Vögel und melden sie dann dem Nabu. Wer mitmacht, kann Preise gewinnen. Ziel dieser größten ehrenamtlichen Vogelzählung ist die Gewinnung von Daten über Bestandstrends in der heimischen Vogelwelt. "Außerdem möchten wir die Menschen an die Natur heranführen", sagt Nabu-Geschäftsführer Sönke Hofmann.

Auch Laien können und sollen sich an der Aktion beteiligen. Die Naturschützer rufen besonders Familien zur Teilnahme auf. Der Nabu gibt auf seiner Homepage Tipps und Bestimmungshilfen. Einen besonders auffälligen Vertreter der Gartenvögel, das Rotkehlchen, werden die Teilnehmer sicher leicht erkennen.

"Eigentlich ist das Rotkehlchen unverkennbar, Anfänger verwechseln vielleicht die Buchfinkenmännchen mit ihm", sagt Hofmann. Beim Rotkehlchen sind Kehle, Stirn und Brust orange-rot gefärbt; seine Oberseite ist grünlich-braun. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Sie sind auch in der Dämmerung aktiv und haben deshalb recht große schwarze Augen.

Ursprünglich waren Rotkehlchen reine Waldbewohner. In Städten und Dörfern leben sie in baum- und gebüschreichen Gärten oder Parks. Ihr Brutrevier setzt dichten Bodenbewuchs voraus, denn Tarnung ist für sie wichtig "Die Gefahr lauert überall: Marder und Hauskatzen stellen den Rotkehlchen nach", so Hofmann. Das Leben eines Rotkehlchens sei ohnehin recht kurz: "Viele werden weniger als ein Jahr alt. Wenn sie das erste Jahr überstanden haben, erreichen die meisten ein Alter von drei bis vier Jahren." Ihre Gesang kann man das ganze Jahr über hören. Hofmann: "Rotkehlchen können bis zu 275 verschiedene Motive singen. Schon die Jungvögel beginnen andere Vögel zu imitieren. Manche Melodien spielen sich im Ultraschall-Bereich ab und sind für das menschliche Ohr nicht hörbar."

Rotkehlchen zeigen wenig scheu vor dem Menschen. Beim Umgraben im Garten kommen sie oft ganz nah, um sich die freigelegten Würmer zu holen. Neben Insekten, Larven und Schnecken stehen bei Rotkehlchen auch Früchte und Sämereien auf dem Speiseplan.

Meldebögen zur Nabu-Aktion gibt es im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de und können beim Nabu unter der Telefonnummer 0421/3398772 angefordert werden.

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