Serie „Behörde, Behörde“: Teil 12

Im Nebenjob Justizsenator

Zehn Justizsenatoren gab es in Bremen nach dem Zweiten Weltkrieg. Für die meisten von ihnen war diese Aufgabe allerdings nur ein Nebenjob.
16.03.2020, 07:16
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Im Nebenjob Justizsenator
Von Ralf Michel
Im Nebenjob Justizsenator

Claudia Schilling (SPD), seit 2019 Bremens Senatorin für Justiz und Verfassung.

Frank Thomas Koch

Justizsenator in Bremen scheint kein Fulltime-Job zu sein. So war Theodor Spitta (Bremens Demokratische Volkspartei) von 1945 bis 1955 zugleich auch Bürgermeister als Stellvertreter des Senatspräsidenten. Erich Zander (CDU/1955 – 1959) und Ulrich Graf (FDP/1959 – 1971) konnten sich tatsächlich auf ihr Ressort konzentrieren. Dagegen war Wolfgang Kahrs (SPD/1971 – 1987) am Ende seiner Dienstzeit auch Senator für Bundesangelegenheiten, Volker Kröning (SPD/1987 – 1991) auch Senator für Sport sowie Senatskommissar für Datenschutz. Bei Henning Scherf (SPD) muss davon gesprochen werden, dass er von 1991 bis 2005 „auch“ Justizsenator gewesen ist. Zunächst parallel zu seiner Tätigkeit als Senator für Bildung, Wissenschaft und Kunst, ab 1995 dann parallel zu seinem Amt als Senatspräsident und Bürgermeister sowie als Senator für kirchliche Angelegenheiten. Auch Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) erledigte den Justiz-Job von 2005 bis 2007 nebenher mit. Danach waren Ralf Nagel (SPD/2007 – 2010) und Martin Günthner (SPD/2010 – 2019) als Senatoren für Wirtschaft und Häfen beziehungsweise Wirtschaft, Häfen und Arbeit auch Chef des Justizressorts. Seit 2019 steht Claudia Schilling (SPD) der Justizbehörde vor – neben ihrer Tätigkeit als Senatorin für Häfen und Wissenschaft.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+