Wirtschaftsförderung ist mit Bowlingunternehmer einig Im Stadthaus kann die Kugel rollen

Vegesack. Die Bowlingbahn im Untergeschoss des Stadthauses kommt. Die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB), der das Gebäude am Sedanplatz gehört, ist offenbar mit einem interessierten Betreiber handelseinig geworden. Die Verträge werden voraussichtlich noch im alten Jahr unterschrieben.
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Im Stadthaus kann die Kugel rollen
Von Jürgen Theiner

Vegesack. Die Bowlingbahn im Untergeschoss des Stadthauses kommt. Die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB), der das Gebäude am Sedanplatz gehört, ist offenbar mit einem interessierten Betreiber handelseinig geworden. Die Verträge werden voraussichtlich noch im alten Jahr unterschrieben.

Mit dieser Mitteilung hat WFB-Prokurist Heiko Fischer am Donnerstagabend den Beirat Vegesack überrascht. Die Identität des Anbieters lüftete er noch nicht. Die Geschäftsbank des Unternehmers habe für das Projekt jedoch Grünes Licht gegeben, sagte Fischer, so dass keine Hindernisse mehr ausgeräumt werden müssten.

Tunnel wird teurer

Fischer, der sich im Beirat bei anderen Gelegenheiten schon häufiger Kritik anhören musste, spielte an diesem Abend seine Karten geschickt. Die gute Nachricht sparte er sich für den Schluss auf, zunächst hatte er Unerfreuliches zu verkünden. Der Tunnel zwischen dem Stadthaus-Keller und der Tiefgarage Sedanplatz wird nämlich teurer als im Jahr 2008 veranschlagt. 371000 waren seinerzeit für den unterirdischen Gang kalkuliert worden, inklusive notwendiger Kanalarbeiten. Damit der Tunnel gebaut werden kann, muss nämlich der in der Gerhard-Rohlfs-Straße verlaufende Regenwasserkanal getrennt und in einem sogenannten Düker unter dem Stollen hindurchgeführt werden. Das kommunale Abwasserunternehmen Hansewasser wird zu diesem Zweck ab dem 10. Januar 120 Meter Kanal erneuern.

Nach aktuellen Berechnungen wird das Projekt insgesamt rund 500000 Euro verschlingen. Als Heiko Fischer diese Zahl in den Raum stellte, ging ein Raunen durch die Beiratsfraktionen. Denn obwohl außer der FDP alle Parteien zu dem Projekt stehen, war den Feierabendpolitikern doch nicht entgangen, dass sich daran in den vergangenen Monaten heftige Kritik entzündet hatte.

Fischer bemühte sich, aufkeimende Kritik an dem Kostensprung zu ersticken, indem er zusagte, dass die Steigerung innerhalb des Gesamtprojektes Stadthaus Vegesack aufgefangen wird. Beim Umbau des früheren Kaufhauses Kramer zu einem Behörden-, Einzelhandels- und Freizeitzentrum gebe es noch "Kostenpuffer", sagte Fischer, ohne diese näher zu benennen. Für das Vorhaben sind insgesamt 8,7 Millionen Euro veranschlagt.

Die Fertigstellung zeichnet sich für kommenden März ab, zumindest war die Hochbaumaßnahmen betrifft. Die Asphaltierung des Innenhofs, der unter anderem für den Lieferverkehr der "Netto"-Filiale im Erdgeschoss gebraucht wird, kann sich nach Angaben des WFB-Prokuristen bis April hinziehen - je nach Länge des Winters.Sobald aus dem früheren Kaufhaus das neue Stadthaus geworden ist, wird "Netto" aus der Markthalle dorthin übersiedeln. Wer anschließend in den Glasquader einzieht, ist nach wie vor unklar. Der Alleinvorstand des Markthalleneigentümers AVW, Willy Koch, hat in seinem jüngsten Brief an das Ortsamt wieder nur einen neuen Aufguss seiner vor Monaten gemachten Ankündigung formuliert, einen Drogerie-, Gesundheits- und Naturkostmarkt im Vegesacker Zentrum ansiedeln zu wollen. Ein solcher "Ankermieter" für die Markthalle sei nach wie vor sein "Favorit", heißt es in dem Schreiben. Leider gebe es noch keine greifbaren Ergebnisse, doch das

solle sich Anfang 2011 ändern.

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