Landesjägerschaft

Immer mehr Füchse in Bremen

Bremen. Im Land Bremen gibt es immer mehr Füchse. Das hat die Landesjägerschaft bei einer routinemäßigen Zählung festgestellt. Mittlerweile gebe es sogar mehr Füchse in der Stadt als auf dem Land - und auch die Zahl anderer Wildtiere habe zugenommen.
26.08.2010, 11:26
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Immer mehr Füchse in Bremen
Von Iris Hetscher
Immer mehr Füchse in Bremen

Fühlt sich in Bremen wohl: der Fuchs.

dpa

Bremen. Im Land Bremen gibt es immer mehr Füchse. Das hat die Landesjägerschaft bei einer routinemäßigen Zählung festgestellt. Mittlerweile gebe es sogar mehr Füchse in der Stadt als auf dem Land - und auch die Zahl anderer Wildtiere habe zugenommen.

Die Zahl der Füchse sei im Land Bremen höher als im kompletten übrigen Bereich Weser-Ems. Die Tiere fänden in der Stadt inzwischen ein besseres Nahrungsangebot als auf dem Land, so der Landesjägermeister Harro Tempelmann. Dazu zählten unter anderem Komposthaufen.

Die Landesjägerschaft dokumentiert die Zahl der Tiere so: 2006/2007 wurden 143 Füchse erlegt, 2009/2010 sind es 233 Tiere.

Schäden an Deichen durch Kaninchen

Doch nicht nur Füchse, auch andere Wildtiere fühlen sich zunehmend in Bremen wohl. Die Bestände der Kaninchen erholten sich, nachdem sie in den vergangenen Jahren durch Krankheiten wie beispielsweise Myxomatose reduziert worden waren. In manchen bremischen Jagdbezirken lebten mittlerweile wieder mehr als 100 Kaninchen. Dies führe aber auch zu Problemen. Tempelmann: "Manche Deiche sind mittlerweile von Kaninchenbauten durchlöchert wie ein Käse". Daher würden in der Nähe Deichen verstärkt Jungkaninchen gejagt.

Aber auch eingewanderte Arten, sogenannte Neozoen, verbreiten sich immer mehr in der Stadt. Waschbären sind darunter, auch der Marderhund sei schon mehrmals in Borgfeld gesichtet worden. Beide Arten könnten im Bremen nicht gejagt werden, da sie nicht dem Jagdrecht unterliegen, erklärt Harro Tempelmann. Das bedeute, dass Marderhund und Waschbär sich weiter ausbreiten würden.

Stabilisiert hat sich die Zahl der Feldhasen. 17 Hasen teilten sich mittlerweile 100 Hektar. Dies seien im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich viele, bilanziert der Stadtjägermeister.

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