Polizei warnt vor organisierten Banden In Bremen werden wieder mehr Autos aufgebrochen

Die Zahl von Autoaufbrüchen ist 2015 wieder gestiegen. Besonders beliebt sind Wertgegenstände und Kraftfahrzeug-Teile.
02.06.2015, 11:23
Lesedauer: 2 Min
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Nachdem die Zahl der registrierten Kraftfahrzeugaufbrüche und -teilediebstähle in Bremen in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen war, ist sie 2015 wieder gestiegen.

Bei den Tätern sind besonders die Neustadt, die Innenstadt mit ihren Parkhäusern und im Bremer Osten der Stadtteil Schwachhausen und das Gelände der Universität und des Technologieparks beliebt.

Die Diebe suchen besonders nach im Auto offen sichtbaren Taschen und Rucksäcken in allen Formen und Größen, Portemonnaies mit Bargeld, Ausweisen und Debitkarten, Mobiltelefonen, Navigationsgeräten, Digitalkameras, Laptops und andere Elektronikgeräten bis hin zu diversen Kleidungsstücken, wie Jacken und Mänteln.

Um an das Diebesgut zu gelangen, schlagen die Täter eine Seiten- oder auch die Heckscheibe des Fahrzeuges ein. Der Diebstahl dauert meist nicht länger als ein paar Sekunden.

Auch Fahrzeugteile im Visier der Täter

Ein weiteres Phänomen ist die steigende Zahl von Fahrzeugteil-Diebstählen. In der Regel gut organisierte Diebesbanden gehen insbesondere nachts auf Beutetour und halten gezielt Ausschau nach Kraftfahrzeug-Teilen. Quasi auf Bestellung werden Airbags und elektronische Commandsysteme, aber auch mobile Navigationsgeräte, ganze Scheinwerfereinheiten, Lenkräder, komplette Reifensätze und Außenspiegel ab- oder ausgebaut.

Die Polizei führt zur Bekämpfung der Kraftfahrzeugaufbrüche und der Teilediebstähle regelmäßige präventive Schwerpunktaktionen durch. Unter anderem gibt es neu entwickelte Plakate mit Hinweisen. Die Beamten rufen aber auch die Autofahrer selbst auf, es den Dieben so schwer wie möglich zu machen und keine Wertsachen im Auto liegen zu lassen. Unter anderem sollten Autofahrer auch die Halterung ihres Navigationsgerätes entfernen. Auch Verstecke, wie beispielsweise unter den Sitzen oder im Kofferraum, sind sinnlos, weil erfahrene Diebe jedes Versteck kennen oder Autobesitzer sogar beim Verstecken ihrer Wertsachen beobachten.

Zudem rät die Polizei, Reifen durch Felgenschlösser zu sichern, den Einbau einer Alarmanlage und durch die Markierung hochwertiger Gegenstände, wie zum Beispiel Commandsysteme, mit künstlicher DNA (KDNA). Und: Jeder Passant soll die Augen offen halten. Verdächtig sind größere Lieferfahrzeuge, die für den Abtransport von Teilen geeignet sind und fremde und verdächtige Personen in ihrer Nachbarschaft.

Wer Beobachtungen macht, ruft am besten die Sicherheitsexperten im Präventionszentrum (Am Wall 195, 28195 Bremen) unter der Telefonnummer 0421-362-19003 an. (wk/kia)

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