Optik-Unternehmen Fielmann feiert den 25. Geburtstag seiner Nordbremer Niederlassung In Vegesack "Wurzeln geschlagen"

Von ULf Buschmann
07.05.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von ULf Buschmann

Vegesack. Seit 25 Jahren am gleichen Platz zu sein, grenzt angesichts der schwierigen Gesamtsituation des Vegesacker Einzelhandels an ein Wunder. Derartiges hat das Optik-Unternehmen Fielmann vollbracht: Die hiesige Niederlassung eröffnete 1986 und ist seitdem nicht ein einziges Mal umgezogen. Dafür hat Bettina Schäfers von der Handelskammer Bremen Fielmann gestern eine Urkunde überreicht.

Zusammen mit Niederlassungsleiter Jens Manski sind derzeit 14 Mitarbeiter an der Gerhard-Rohlfs-Straße 73 beschäftigt. Darunter sind fünf Auszubildende. Sie gehören zu europaweit 13000 Menschen, die für den Konzern mit Sitz in Hamburg arbeiten. Ihr Leitmotiv lautet "Der Kunde bis Du!".

Es könnten durchaus noch mehr sein, denn auch für Vegesack sucht Fielmann nach Auskunft von Pressesprecher Tobias Plöger "dringend" Mitarbeiter. Frei sei derzeit eine Vollzeitstelle. Manski ergänzt, dass zum 1. August auch wieder zwei Auszubildende eingestellt werden sollten. Doch es hapert zunehmend mit dem Nachwuchs.

Die Eröffnung der Vegesacker Fielmann-Niederlassung geschah laut Plöger wohlüberlegt. Credo seines Unternehmens: Das Einzugsgebiet für jede Niederlassung müsse 50000 Einwohner umfassen. Stimmt dieser Rahmen, beginnt die Suche nach einem geeigneten Standort. Dabei gebe sich Fielmann nicht mit irgendwelchen Hinterhöfen zufrieden, im Gegenteil. "Wir eröffnen nur in 1a-Lagen", sagt Plöger. Sei dieses nicht gegeben, warte das Unternehmen lieber ab, bis sich eine entsprechende Möglichkeit ergebe. Pressesprecher Plöger: "Die Denke findet vorher statt."

Dass die Strategie unter anderem in Vegesack aufgegangen ist, belegt das Unternehmen mit Zahlen. Das Einzugsgebiet der Niederlassung umfasse 120000 Menschen. Dort würden rund 15000 Brillen jährlich verkauft. Der Löwenanteil von rund 6500 Stück oder 44 Prozent entfalle auf Fielmann. Plöger rechnet die Menge herunter: "Wir verkaufen hier jeden Tag 21 Brillen." Dabei kommt die Vegesacker Niederlassung auf einen Jahresumsatz von 1,3 Millionen Euro.

Dass die Vegesacker Niederlassung solch einen großen Zuspruch hat, hat nach Überzeugung von Leiter Manski gleich mehrere Gründe. Zum einen sei Fielmann in Bremen-Nord seit 25 Jahren immer an der gleichen Stelle. "Wir haben hier Wurzeln geschlagen", sagt Manski.

Darüber hinaus habe jede Niederlassung eigene Werkstatt-Räume. "Wir verkaufen nicht nur Brillen, wir bauen sie auch", so der Niederlassungsleiter, der selbst gebürtiger Vegesacker ist. Dieses geschieht seit der Wiedervereinigung im brandenburgischen Rathenow. Dadurch, so Plöger, sei der Zwischenhandel ausgeschaltet worden. Diese Strategie komme nicht nur dem Unternehmen, sondern vor allem den Kunden zugute. Gewinne erwirtschafte Fielmann nicht durch seine Gestelle, sondern durch die Eigenproduktion, sodass Fielmann trotz der Abschaffung der Kassengestelle durch die Gesundheitsreform 2003 modische Brillen "für nichts" anbieten könne. Auch die konventionellen Gestelle sowie Gläser seien allein durch die erheblichen Stückzahlen günstiger als bei der Konkurrenz.

Wert legt das 1972 von Günther Fielmann gegründete Unternehmen auf soziales Engagement. "Der Umweltschutz ist uns sehr wichtig", so Plöger. Allein in Bremen mit seinen fünf Niederlassungen seien vor diesem Hintergrund in den 25 Jahren 6000 Bäume an Kindergärten, Schulen oder auf Spielplätzen gepflanzt worden. Dieses solle auch in Zukunft geschehen.

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