Flugzeugabsturz über der Neustadt Insassen starben bei Aufprall

Bremen. Die beiden Opfer des Flugzeugabsturzes am Freitag in Bremen sind nicht - wie zwischenzeitlich vermutet - erstickt, sondern an den Folgen des Aufpralls gestorben. Das hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitgeteilt.
05.08.2014, 15:53
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Insassen starben bei Aufprall
Von Christian Weth

Bremen. Die beiden Opfer des Flugzeugabsturzes am Freitag in Bremen sind nicht - wie zwischenzeitlich vermutet - erstickt, sondern an den Folgen des Aufpralls gestorben. Das hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitgeteilt.

Bei dem Piloten, der am vergangenen Freitag mit einem Kleinflugzeug in der Neustadt abgestürzt ist, handelt es sich um Matthias S., 47 Jahre alt und Leiter einer Kirchengemeinde in Bremen. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter. Die Familie wird derzeit von Seelsorgern und Psychologen betreut. Das teilte am Montag die Gemeinde mit.

Matthias S., der als erfahrener Pilot galt, war am Freitag im Auftrag eines Unternehmens der Lufthansa zu einem Rundflug gestartet. Bei seinem einzigen Passagier, der bei dem Absturz ebenfalls ums Leben kam, soll es sich um einen italienischen Fotografen handeln. Die Staatsanwaltschaft konnte diese Angaben am Diensdtag jedoch noch nicht bestätigen. Ihre Maschine vom Typ Saab 91B Safir war kurz nach dem Start auf ein Autohaus abgestürzt.

Bei dem einmotorigen Flugzeug soll es sich um ein historisches, aber sehr sicheres Modell handeln. Das meint zumindest Werner Krüger, der nach eigenen Angaben für das Lufthansa-Unternehmen gearbeitet und die Saab 91B Safir gewartet sowie geflogen hat: „Die Maschine wurde vor allem für das Blindflug-Training eingesetzt.“

Die Zahl der Trainingsflüge am Bremer Flughafen wird indes von der Vereinigung zum Schutz Flugverkehrsgeschädigter (VSF) scharf kritisiert. Vorsitzende Monika Morschel verlangt eine drastische Minderung. Für ihre Forderung, die die VSF gleich nach dem Absturz des Kleinflugzeugs im Internet veröffentlichte, hat die Vereinigung ihrerseits deutliche Kritik einstecken müssen. Morschel: „Uns wurde Pietätlosigkeit vorgeworfen.“ Zu Unrecht, wie sie meint. Die VSF habe gleich zu Beginn ihrer Mitteilung den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl ausgesprochen.

Die Untersuchungen der Todes- und Unfallursache dauern derweil an. Silke Noltensmeier von der Staatsanwaltschaft Bremen geht nach wie vor davon aus, dass ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden kann. Mit einem Zwischenbericht rechnet Johann Reuß von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung im September.

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