Rhododendronpark Insektizid-Einsatz besorgt Anwohner

Der Gifteinsatz im Rhododendronpark sorgt weiter für Wirbel: Anwohner zeigen sich besorgt, der Nabu hat einen sofortigen Stopp der Aktion verlangt. Im Gesundheitsressort teilt man die Bedenken nicht.
01.07.2015, 19:00
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Insektizid-Einsatz besorgt Anwohner
Von Jan Oppel

Der Gifteinsatz im Rhododendronpark aufgrund der Netzwanzenplage sorgt weiter für Wirbel: Anwohner zeigen sich besorgt, der Naturschutzbund (Nabu) hat einen sofortigen Stopp der Aktion verlangt. Doch im Gesundheitsressort teilt man die Bedenken nicht.

Jens Schmidt, Sprecher des Gesundheitsressorts, gibt Entwarnung. „Um die Wasserstellen wird ein 20-Meter-Radius ausgespart“, erklärt Schmidt. In seiner Behörde stufe man die Aktion als unbedenklich ein. „Zum Schutz der Bevölkerung und der Vegetation im Park ist alles getan worden, damit es zu keiner Gefährdung kommt“, sagt Schmidt.

Im Park ist ein Großteil der Rhododendronpflanzen und Azaleen von der Andromeda-Netzwanze befallen. Die aus Japan eingeschleppten Insekten vermehren sich derzeit explosionsartig, saugen den Pflanzen den Saft aus und gefährden damit den gesamten Bestand. Die Mitarbeiter des Parks rücken den Wanzen deshalb seit Dienstagvormittag mit der Giftspritze zuleibe.

Der Einsatz wird bis Freitagmittag dauern. Der Park bleibt bis dahin für Besucher weitgehend gesperrt. Das verwendete Insektizid wird binnen einer Stunde von den Rhododendren aufgenommen und verbleibt im Blatt. Saugen die Wanzen daran, vergiften sie sich.

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