Mobiler Gedenkort

Installation erinnert an Laye-Alama Condé

Vor der Kassenhalle des Theaters am Goetheplatz erinnert jetzt ein sogenannter mobiler Gedenkort an einen Afrikaner, dem vor rund 13 Jahren von der Polizei Brechmittel verabreicht worden war.
05.02.2018, 21:17
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Von Elke Hoesmann
Installation erinnert an Laye-Alama Condé

Das Theater Bremen

Archivbild: Jörg Landsberg

Vor der Kassenhalle des Theaters am Goetheplatz erinnert jetzt ein sogenannter mobiler Gedenkort an Laye-Alama Condé. Der Afrikaner starb vor rund 13 Jahren, nachdem ihm im Polizeipräsidium zwangsweise Brechmittel verabreicht worden waren. Am Mahnmal mit Gedenktafeln seien mehrere Monate auch Audiodateien zu hören, so die „Initiative in Gedenken an Laye-Alama Condé“.

Sie hat das Mahnmal initiiert und fordert einen dauerhaften Gedenkort. Theaterintendant Michael Börgerding verwies laut Initiative darauf, dass sich der Polizeipräsident sowie Ex-Bürgermeister Jens Böhrnsen 2014 entschuldigt hätten. „Ich würde den Opfern der Brechmittelvergabepraxis wünschen, dass auch die Ärztekammer und die Bürgerschaft sich der Verantwortung stellen“, so Börgerding.

Condé stand unter Verdacht, Kokain zu verkaufen. Auf der Wache des Polizeipräsidiums wurden dem 35-jährigen Afrikaner unter Zwang Brechmittel von einem Arzt eingeflößt. Condé fiel ins Koma und starb am 7. Januar 2005 in einem Krankenhaus.

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