Kalender für 2018

Interkulturell durch das Jahr

Das Anatolische Bildungs- und Beratungszentrum in Hemelingen hat einen interkulturellen und interreligiösen Kalender herausgegegeben. Auch international nicht anerkannte Feiertage sind aufgeführt.
10.01.2018, 23:41
Lesedauer: 1 Min
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Von Antje Noah-Scheinert
Interkulturell durch das Jahr

Rahmi Tuncer vom Anatolischen Bildungs- und Beratungszentrum in Hemelingen.

PETRA STUBBE

Das Anatolische Bildungs- und Beratungszentrum, Bultstraße 1, bietet den Bremerinnen und Bremern auch in diesem Jahr wieder einen interkulturellen und interreligiösen Kalender. In mühevoller Kleinarbeit haben die Herausgeber die wichtigsten Feiertage von Muslimen, Christen, Juden und Jesiden zusammengetragen. Der Verein macht sich diese Arbeit, um einerseits mithilfe des Kalenders unter Gläubigen die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu stellen, und andererseits gegenseitige Begegnungen durch solch Gemeinsamkeiten zu fördern. Beispielsweise gibt es mittlerweile gemeinsames Fastenbrechen oder gemeinsame Weihnachtsfeiern.

„Nicht nur national und international anerkannte Feiertage haben wir in unseren Kalender aufgenommen, sondern auch international leider nicht anerkannte Gedenktage, wie die, die an die Genozide an Armeniern im April und an Jeziden im Irak im August erinnern“, sagt Rahmi Tuncer. Die Termine wurden von den Vereinsmitgliedern recherchiert und zusammengetragen und ein Blick auf die Seiten verrät die Bandbreite.

Ende des Monats, am 31. Januar, feiern die Juden zum Beispiel das Neujahr der Bäume. Und während das Rheinland am 12. Februar schunkelt, gedenken andere der Kinderarbeit. Palmsonntag und der Gedenktag an die Opfer der Sklaverei fallen zusammen, die Orthodoxen feiern am 7. Juli Mariä Verkündung und die Juden das Ende des Pessach. Der Beginn der Fastenzeiten und Fastentage sind für Christen, Muslime und Juden gleichermaßen im Kalender vermerkt – ebenso wie die Schulferien und gesetzlichen Feiertage in Bremen und Niedersachsen. Der Verein hofft, dass der Kalender dazu dient, dass in den Stadtteilen Aktivitäten für das Zusammenleben entstehen.

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