Nachwehen aus Wahlkampf

Interner Ärger bei den Bremer Linken

Weil er im Wahlkampf mit dem eigenen Konterfei geworben haben soll, um damit Stimmen in der kurdischen Gemeinde zu gewinnen, steht Mazlum Koc Ärger ins Haus. Die Partei will den Konflikt intern lösen.
15.10.2019, 06:40
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Interner Ärger bei den Bremer Linken
Von Nina Willborn
Interner Ärger bei den Bremer Linken
Bürgerschaftsabgeordneter Mazlum Koc (Linke).

Frank Scheffka

Nachwehen aus dem Wahlkampf sorgen offenbar bei den Linken derzeit für Ärger. Nach WESER-KURIER-Informationen soll die Partei im Fall des Fraktionsmitglieds Mazlum Koc prüfen, ob er weiterhin in der Partei bleiben kann. Ihm gegenüber soll der Vorwurf im Raum stehen, im Wahlkampf mit dem eigenen Konterfei auf Plakaten auf Stimmenfang innerhalb der kurdischen Gemeinde gegangen zu sein. Die Vorgabe war aber, dass nur mit dem Gesicht der damaligen Fraktionschefin Kristina Vogt geworben werden sollte. Zusätzlich soll der Bremer mit kurdischen Wurzeln bei einer Veranstaltung eine Frau geschubst haben. Mazlum selbst wollte die Vorwürfe nicht kommentieren. „Es gab im Kontext des Wahlkampfs Probleme“, sagte Landeschefin Cornelia Barth. „Wir sind dabei, sie zu lösen. Das tun wir allerdings intern.“ Roman Fabian, Vorsitzender des Kreisverbands Links der Weser, bezweifelt, dass an den Vorwürfen etwas dran ist. „Koc hat mir versichert, dass die Plakate aus der Community selbst kamen“, sagte er.

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