Wirtschaftsminister Olaf Lies informiert sich im Rehau-Werk Investition in den Standort

Brake. Nicht nur der Automobilbranche, sondern auch ihren Zulieferern misst Olaf Lies hohe Bedeutung bei. Kürzlich besuchte der niedersächsische Wirtschaftsminister einen solchen Zulieferer: das Rehau-Werk in Brake, in dem Stoßfängersysteme und lackierte Bauteile für Mercedes in Bremen produziert werden.
12.01.2016, 00:00
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Von Ulla Uden

Nicht nur der Automobilbranche, sondern auch ihren Zulieferern misst Olaf Lies hohe Bedeutung bei. Kürzlich besuchte der niedersächsische Wirtschaftsminister einen solchen Zulieferer: das Rehau-Werk in Brake, in dem Stoßfängersysteme und lackierte Bauteile für Mercedes in Bremen produziert werden. Und vielleicht bald auch für VW in Emden, da das Braker Werk erweitert wird.

Zustande gekommen war der Besuch durch eine Einladung von Bürgermeister Michael Kurz. Ein Antrittsbesuch stand noch aus. Statt im Rathausbüro traf man sich im Rehau-Werk. Olaf Lies war zum ersten Mal dort zu Gast. Der Bereich Automobile ist im Unternehmen mit Stammsitz in Rehau mittlerweile der größte Einzelsektor mit mehr als 40 Prozent Umsatzanteil, sagte Markus Grundmann, Geschäftsführer für diesen Bereich. Weltweit gibt es 18 Fertigungsstätten für die Automobilindustrie. Der Bereich wächst. „Das ist auch der Grund dafür, dass wir in Brake investieren wollen“, sagte Markus Grundmann. Und auch, dass kurze Distanzen zwischen Auftraggeber und Zulieferer von Bedeutung seien: Der Kunde schätze die Nähe.

Im Braker Werk, dass mit seinen 734 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Kreisstadt ist, werden seit 1984 Stoßfänger produziert. Für die Mercedes-C-Klasse wird hier seit dem ersten Tag produziert. „Dimensionen und qualitative Ansprüche haben sich seither stark verändert. Mehr als 38 000 unterschiedliche Systemvarianten werden hergestellt: Wir erzeugen genau das, was der Kunde haben will“, sagte Markus Grundmann. Im Braker Werk sind die Kapazitäten ausgeschöpft, daher mussten schon Teile der Produktion nach Feuchtwangen ausgelagert werden. Nun wird das Braker Werk ausgebaut.

Wie Werkleiter Jürgen Langenberg berichtete, wird das erst im vergangenen Jahr in Betrieb genommene Hochregallager erweitert. Kernstück der 72-Millionen-Investition ist eine neue Lackieranlage auf der Ostseite des Firmengeländes: „Alles, was jetzt außerhalb produziert wird, haben wir dann wieder hier.“ Rehau verdoppele die Ausbringungskapazität der Lackieranlage.

Inbetriebnahme soll im Februar 2017 sei, die Serienlieferung soll ab Juni 2017 laufen. Mit der Kapazitätserweiterung hofft Rehau auch, künftig Teile für VW in Emden zu liefern, wie Markus Grundmann sagte. Weiterhin wird über ein Logistiklieferkonzept nachgedacht. Nötig wäre dann ein Lkw-Parkplatz, der bisher fehlt. „Dann wäre auch über eine Verbesserung der Anbindung an die B 212 nachzudenken“, sagte Bürgermeister Michael Kurz. Das sei rechtzeitig zu planen, riet der Minister. Olaf Lies zeigte sich erfreut darüber, dass Rehau als Zulieferer bereit sei, in den Standort zu investieren: „72 Millionen Euro sind ein Bekenntnis zu Brake und den Mitarbeitern.“ Mit Blick, darauf, dass die Wesermarsch kein Fördergebiet sei, müsse man nach Möglichkeiten schauen, wie man Unternehmen unterstützen könne.

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