Jahresbilanz des Bremer Zolls Mehr Schwarzarbeiter ermittelt als im Vorjahr

Im vergangenen Jahr änderte der Zoll seine Herangehensweise in der Finanzkontrolle. Dadurch wurden mehr Verstöße gegen den Mindestlohn ermittelt als im Jahr zuvor.
18.05.2020, 10:27
Lesedauer: 1 Min
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Mehr Schwarzarbeiter ermittelt als im Vorjahr
Von Maurice Arndt

Der Bremer Zoll ist zufrieden mit seiner Arbeit im vergangenen Jahr. Das geht aus der Jahresbilanz für das Jahr 2019 hervor. Bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit stellte die Behörde mehr Verstöße gegen den gesetzlichen Mindestlohn fest, als im Vorjahr. Bei den Waren sei eine Rekordmenge abgefertigt worden, Waren im Wert von 5,8 Millionen Euro wurden beschlagnahmt.

Die Steuereinnahmen des Hauptzollamts Bremen sind mit 4,3 Milliarden Euro leicht um 80 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen, vor allem weil die Einnahmen aus den Verbrauchs- und Verkehrssteuern gestiegen sind. „Das Hauptzollamt Bremen leistet damit seinen Beitrag zu den bundesweiten Einnahmen des Zolls, die mit 141 Milliarden Euro fast 45 Prozent der Steuereinnahmen des Bundes ausmachen“, sagt Nicole Tödter, Leiterin des Hauptzollamts Bremen.

Bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit konzentrierte sich der Zoll auf die organisierte Form der Schwarzarbeit und prüfte vor allem in besonders von Schwarzarbeit und Mindestlohnverstößen betroffenen Branchen. Das habe 2019 zu Erfolgen geführt. Mit über 3.000 eingeleiteten Strafverfahren seien die Vorjahreswerte deutlich übertroffen worden. Im Zuge der Ermittlungen wurden Schäden in Höhe von über 17 Millionen Euro ermittelt.

Die Menge des sichergestellten Kokains ist mit 93 Kilogramm gemessen an den Vorjahren und entgegen dem Bundestrend gesunken. Jedoch haben man 2019 aus taktischen Gründen Container mit insgesamt über einer Tonne Kokain bereits in Südamerika abgefangen, die für Bremerhaven bestimmt waren. „Diese Kokainsendungen zeigen, dass Bremerhaven als viertgrößter Containerhafen Europas nach wie vor als Eingangstor nach Europa für die Kokainschmuggler gilt“, erläutert Tödter. Mit über 80 Kilo habe sich die Sicherstellungsmenge von Kath, einer pflanzlichen Droge aus dem Nordosten Afrikas, fast verdoppelt.

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