Jahresbilanz der DGzRS Zahl der Seenot-Einsätze gestiegen

Bei Wind und Wetter sind die Besatzungen der Boote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger im Einsatz. Im vergangenen Jahr haben sie dabei mehr als 3500 Menschen aus Notsituationen gerettet.
10.01.2022, 17:58
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Lucas Brüggemann

Die Zahl der Einsätze für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist im vergangenen Jahr gestiegen. Laut der Jahreseinsatzbilanz der in Bremen ansässigen Rettungsorganisation für das Jahr 2021 mussten die Seenotretter der DGzRS 2023 Mal ausrücken, um insgesamt mehr als 3500 Menschen zu helfen. Das sind etwa 300 Einsätze mehr als im Jahr 2020, als durch die Corona-Pandemie ein geringeres Verkehrsaufkommen auf Nord- und Ostsee herrschte. Bei den Einsatzfahrten konnten 330 Menschen aus Seenot gerettet und 36 Boote und Schiffe vor dem Totalverlust bewahrt werden.

Die DGzRS treibt nach eigenen Angaben die Modernisierung ihrer Flotte weiter voran: Sechs neue Rettungskreuzer oder Rettungsboote hat sie 2021 in Dienst gestellt. „Zweckgebundene Erbschaften haben uns dabei sehr geholfen, genauso aber auch die beständige Spendenbereitschaft vieler einzelner Menschen im ganzen Land, die zusammengenommen Großes bewirkt hat“, erläutert DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler.

Der Tag der Seenotretter – traditionell ist das jeweils der letzte Juli-Sonntag – wurde 2021 wegen der Corona-Pandemie ins Internet verlegt wurde. Dort erreichte die DGzRS mit Dokumentationen und Live-Schalten von den Inseln Helgoland und Usedom weit über 100.000 Menschen. „Unseren Crews ist es gelungen, online ihre Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit zu demonstrieren“, sagt Stadeler.

Lesen Sie auch

In diesem Jahr bekommt die DGzRS eine neue prominente Botschafterin. Die Schauspielerin Barbara Wussow übernimmt das Amt vom Zeichner und Cartoonisten Wolf-Rüdiger Marunde. „Ich habe allergrößten Respekt vor den Seenotrettern, die sich bei jedem Wetter mutig und selbstlos für andere einsetzen – mit ihrer Gesundheit und manche in der langen Geschichte der DGzRS sogar mit ihrem Leben. Ich bewundere das sehr“, sagt Wussow. Sie sei fasziniert von Menschen, die in ihren regulären Berufen "alles stehen und liegen lassen", um Menschen bei jedem Wetter aus Seenot zu retten.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+