Tischtennistalent spielt kommende Saison für den Oberligisten SV Werder Jennifer Bienert auf dem Sprung

Bremen. Ihr großes Ziel ist die Bundesliga. Und mit dem Wechsel zu Werder Bremen ist Jennifer Bienert diesem einen Schritt näher gekommen. Auf die 15-jährige Schülerin wartet in der neuen Saison eine große Herausforderung: die Tischtennis-Oberliga. Bisher spielte das Nachwuchstalent beim ostfriesischen Verbandsligisten TTG Nord Holtriem. Um Spitzensport und Schule optimal unter einen Hut zu bekommen, betreibt sie einen hohen Aufwand.
15.09.2010, 20:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Sabrina Schützenhofer

Bremen. Ihr großes Ziel ist die Bundesliga. Und mit dem Wechsel zu Werder Bremen ist Jennifer Bienert diesem einen Schritt näher gekommen. Auf die 15-jährige Schülerin wartet in der neuen Saison eine große Herausforderung: die Tischtennis-Oberliga. Bisher spielte das Nachwuchstalent beim ostfriesischen Verbandsligisten TTG Nord Holtriem. Um Spitzensport und Schule optimal unter einen Hut zu bekommen, betreibt sie einen hohen Aufwand.

Vier mal pro Woche trainiert die Gymnasiastin im Verein, hinzu kommt das selbständige Ausdauertraining. Auch die Wochenenden des Nachwuchstalentes sind mit Turnieren und Spielen gut gefüllt. Bleibt da im Schülerinnenalter überhaupt noch Zeit für Freunde und Hobbys? 'Meine Freunde sehe ich täglich in der Schule. Vier mal in der Woche habe ich nachmittags Unterricht. Danach fahre ich dann zum Training, wo ich natürlich auch Freunde von mir treffe', erzählt die gebürtige Wittmunderin.

Zurzeit trainiert 'Jenni', wie sie von allen gerufen wird, dreimal in der Woche beim MTV Jever. Einmal wöchentlich ist sie zu Gast beim SV Ochtersum. 'Die Fahrt nach Bremen ist einfach sehr weit, ich wohne mit meiner Familie direkt an der Nordsee', sagt die Jugendliche. 'Künftig versuche ich aber mindestens ein- bis zweimal im Monat bei meinem neuen Verein zu trainieren.'

Bisher sammelte Jennifer ihre Erfahrungen in der Verbandsliga. Doch nach einer überzeugenden Rückrunde in der letzten Saison, wollte sich die ehrgeizige Jungspielerin neuen Herausforderungen stellen. 'Werder Bremen ist für mich der nächste Verein, in dem ich eine Liga höher spielen kann.' Unterstützung erhält Jennifer vor allem von ihrer Familie. Denn Tischtennis spielt bei den Bienerts eine große Rolle.

Nicht nur Jennifer ist aktiv, beide Elternteile und auch ihre 12-jährige Schwester Kristin spielen beim MTV Jever. Mit sieben Jahren ist Jennifer über ihre Mutter zum Tischtennis gekommen. 'Meine Mutter hat mich damals einfach mit zum Kindertraining genommen und es hat mir sofort Spaß gemacht', berichtet sie. Seitdem ist die talentierte Nachwuchsspielerin mit Ehrgeiz dabei. Und das Besondere an dieser Sportart hat sie für sich bereits entdeckt: 'Wenn ich Tischtennis spiele, vergesse ich einfach alle Probleme. Ich denke an nichts, bin einfach frei, vor allem vom Schulstress. Das gefällt mir', lacht Jennifer, die bei Werder an Position drei hinter Julia Maier und Marija Curic gesetzt ist. Nicht nur sportlich hat sich die Schülerin mit Blick in Richtung Bundesliga eindeutige Ziele gesetzt, auch für ihre berufliche Zukunft hat Jennifer klare Vorstellungen.

Momentan besucht sie die zehnte Klasse eines Gymnasiums in Wittmund. 'Danach möchte ich mein Abitur machen, studieren und Grundschullehrerin werden', erzählt die 15-Jährige entschlossen. Dass die Schule für ihren Sport Verständnis aufbringt, gefällt ihr dabei ganz besonders gut. Zehn Tage Trainingslager im polnischen Danzig - während ihre Klassenkameraden eifrig die Schulbank drückten.

Mit der Genehmigung ihrer Schule hat Jennifer vom 9. bis zum 19. August mit dem Jugendnationalkader von Polen im Olympiastützpunkt Danzig täglich mehrere Stunden hart trainiert. 'Mein Trainer Zbigniew Stefanski hat mich einfach mitgenommen. Ich hatte dort sogar die Gelegenheit, gegen den Jugend-Europa-Meister von 2009 zu spielen', schwärmt die ehrgeizige Wittmunderin. Dreimal am Tag wurden mehrere Stunden zur intensiven Vorbereitung genutzt. Denn eines steht fest: 'Tischtennis ist mehr als ein paar Bälle über den Tisch zu jagen. Man braucht sowohl Schnell- und Sprungkraft als auch Ausdauer', weiß Jennifer. Und den zeitlich großen Aufwand betreibt das Nachwuchstalent einzig und allein aus einem Grund: 'Es macht mir einfach riesig Spaß.'

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