Regierungschef eröffnet Bürgerpark-Tombola

Jens Böhrnsen gewinnt ein Paar Socken

Bremen. Mit dem Bürgermeister kommt das Glück. Das kann Jutta Filikowski nach dem Auftakt der Bürgerparktombola am Mittwoch auf dem Hanseatenhof in der City wohl behaupten. Sechs bunte Lose hat Jens Böhrnsen beim Schornsteinfeger erstanden und gleich weiterverschenkt. Das ganz große Glück war nicht dabei, aber immerhin: ein Paar Socken mit Bremer Schlüssel.
03.02.2010, 17:01
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Von Bernd Schneider
Jens Böhrnsen gewinnt ein Paar Socken

Bremen. Mit dem Bürgermeister kommt das Glück. Das kann Jutta Filikowski nach dem gestrigen Auftakt der Bürgerparktombola am Mittwoch auf dem Hanseatenhof in der City wohl behaupten. Sechs bunte Lose hat Jens Böhrnsen beim Schornsteinfeger erstanden und gleich weiterverschenkt. Das ganz große Glück war nicht dabei, aber immerhin: ein Paar Socken mit Bremer Schlüssel.

Herrensocken allerdings - und die passten doch besser zum Bürgermeister selbst, fand Jutta Filikowski. Der zierte sich erst, aber schließlich konnte er das Präsent nicht ausschlagen. Er bat nur: 'Schreiben Sie mir doch bitte Ihren Namen drauf.' Ein Autogramm für den Bürgermeister.

Der Bremer denkt nicht bloß an sich, das zeigt auch diese kleine Anekdote. Von entsprechender Grundhaltung lebt seit bald anderthalb Jahrhunderten der Bürgerpark. 'Kein zweites Mal auf dieser Welt', sagte Schirmherr Böhrnsen im offiziellen Teil der Eröffnung, gebe es eine 'so große Parkanlage, die allein von den Bürgern finanziert' werde. Freiwillig, ohne Zwangs- oder Sonderabgabe, ohne Grünanlagen-Soli.

Die 56. Tombola, die bis zum 9. Mai laufen soll, wird dazu vielleicht nicht den größten Beitrag liefern, aber mit ihren Losbuden in der Innenstadt und vielen Einkaufszentren gewiss den sichtbarsten. '10 bis 15Prozent' der Pflegekosten, so schätzt Bürgerparkdirektor Werner Damke, werden über den Reinerlös abgedeckt. Gut 400000 Euro waren das 2009, etwa 20 Prozent mehr als 2008. Daneben spenden Bremer zahllose Bäume, zu Geburtstagen etwa oder zum neuen Jahr. Und auch in Bremens Wirtschaft gibt es einige, die nicht auf den Pfennig gucken, wenn es um Bremens grüne Lunge geht. Damke: 'Das Rückgrat des Parks ist die Bevölkerung.'

Autos, Sparbücher, Reisen - Gewinne wie diese sind das Rückgrat der Tombola. Der Gegenwert für den einen Euro, den das Los kostet, kann also ganz erheblich sein. Nur gestern zur Eröffnung waren die Chancen noch günstiger: Einige hundert bunte Helium-Ballons schwebten am Vormittag in den stahlblauen Himmel - jeder mit einem Freilos. Glück gratis.

'Das ist für mich immer der Beginn des Frühlings', sagte Joachim Linnemann, Vorsitzender des Bürgerparkvereins bei der Eröffnung im winterlichen Stadtzentrum. Etwas zögerlich zwar beim Blick auf Schnee und Glatteis, aber doch voller Zuversicht fügte er hinzu: 'Wenn die Losbuden hier im Mai wieder abgebaut werden, dann laufen wir wieder alle im T-Shirt herum.'

Fünf Achtel der Lotterie-Einnahmen, sagt Linnemann, blieben im Bürgerpark, den Rest teilen sich Achterdiek-, Rhododendron- und Knoops Park. Dem Bürgermeister kann diese Verteilung nicht ganz ungelegen kommen. Im Knoops Park geht er derzeit öfter spazieren als im Bürgerpark. Schließlich wohnt seine Lebensgefährtin da oben im Norden der Stadt.

Noch was? Fragen wir Joachim Linnemann vom Bürgerparkverein. Der empfiehlt: 'Kaufen Sie ganz, ganz viele Lose.'

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