CDU-Bürgerschaftsabgeordneter fordert Aktionen in Sachen BWK Jörg Kastendiek nimmt den Senat aufs Korn

Von Ulf Buschmann
22.08.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste

Von Ulf Buschmann

Blumenthal/Bremen-Nord. Unter der CDU war alles besser. Dieser Unterton schwingt immer dann mit, wenn die Partei mehr Aktionen für Bremen-Nord fordert - so auch im aktuellen Fall. Zum wiederholten Mal nämlich hat der wirtschaftpolitische Sprecher der Christdemokraten, der Burglesumer Jörg Kastendiek, vom Senat gefordert, sich mehr für die Belange Bremen-Nords einzusetzen.

Es müssten "Prioritäten" gesetzt werden, und zwar "im Bereich der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie im Tourismus", fordert Kastendiek, der zu Zeiten der SPD-/CDU-Koalition unter anderem Wirtschaftssenator war. Ein Schwerpunkt müsse die Wiederbelebung des ehemaligen Geländes der Bremer Woll-Kämmerei (BWK) in Blumenthal sein.

Hatten sich Sozial- und Christdemokraten in ihren Koalitionsverhandlungen einst auf ein spezielles Bremen-Nord-Programm verständigt, ist dieses im Fall der rot-grünen Regierung nicht mehr der Fall. Genau das stößt den CDU-Leuten vor Ort gehörig auf. Wie es aus ihrer Sicht nicht laufen solle, zeige das Vorgehen von Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) beim BWK-Areal mehr als deutlich, findet Kastendiek.

"Seit Monaten diskutieren wir über die Nutzung der attraktiven Flächen, doch bewegt hat sich bisher nichts. Selbst der neue Bausenator (Joachim Lohse, Grüne, d.R.) hat bei seinem jüngsten Besuch die Vorzüge und den Handlungsbedarf erkannt und damit die Situation schneller erfasst als der zuständige Wirtschaftssenator", sagt CDU-Mann Kastendiek.

Er befürchtet, Bremen-Nord werde wirtschaftlich und arbeitsmarktpolitisch abgehängt, wenn sich der Senat nicht bald etwas einfallen lasse. Deshalb fordert Kastendiek, nach Blumenthal Firmen aus der Logistik- und Windkraftbranche zu holen. Das im März vorgelegte Papier der rot-grünen Regierung sei unzureichend. Kastendiek: "Es fehlen nach wie vor konkrete Maßnahmen und Zeitvorgaben zur Wiederbelebung des Areals. Dieser Stillstand ist nur damit zu begründen, dass Bremen-Nord in diesem Senat eine untergeordnete Rolle spielt."

Bis zum Herbst solle das Wirtschaftsressort einen Maßnahmenkatalog ausarbeiten und der Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen vorzulegen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+