Flashmob in Bremen

Jubeln für den Umweltschutz

Weil die Bremische Bürgerschaft beschlossen hat, dass Bremen kein Geld mehr in fossile Energien und Atomkraft investiert, haben Unterstützer der Partei Die Grüne öffentlich gejubelt - aber nur kurz.
11.05.2017, 18:55
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Jubeln für den Umweltschutz
Von Carolin Henkenberens
Jubeln für den Umweltschutz

Wollten ein Zeichen setzen mit ihrer Aktion: die Umweltschützer, die einen Flashmob veranstalteten.

Carolin Henkenberens

Weil die Bremische Bürgerschaft beschlossen hat, dass Bremen kein Geld mehr in fossile Energien und Atomkraft investiert, haben Unterstützer der Partei Die Grüne öffentlich gejubelt - aber nur kurz.

Das Land Bremen wird künftig Gelder für Pensionsrücklagen nach ethischen und ökologischen Richtlinien anlegen. Dies hat die Bremische Bürgerschaft an diesem Donnerstag beschlossen.

Der Antrag der Grünen-Fraktion sieht vor, dass Bremen kein Geld in Unternehmen anlegt, die mit Erdöl, Kohle oder Atomkraft ihr Geld verdienen. Auch ethische Standards sollen angewandt werden. Kinderarbeit, Tierversuche bei der Kosmetikaproduktion oder gentechnisch veränderte Pflanzen sollen nicht unterstützt werden.

Der Kapitalstock Bremens, aus dessen Zinsen die Beamtenversorgung finanziert wird, beträgt laut Grünen-Fraktion mehr als 430 Millionen Euro. Um Risiken zu vermeiden, legt Bremen dieses Geld nicht in Aktien oder Staatsanleihen an. Mit dem Beschluss werden die Anlagekriterien weiter präzisiert und an den Klimaschutz gebunden.

Für das Bündnis "Fossil Free Bremen" und Unterstützer der Grünen war dies Grund zum Jubeln: Etwa 30 Aktivisten trällerten und tanzten am Donnerstagabend für rund zwei Minuten auf dem Bremer Marktplatz. Sie stoppten ihre Freude jedoch nach nur etwa einer Minute. Denn: Um länger zu feiern, sei noch zu viel zu erledigen in der Klimapolitik.

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