Aktionstag des Landessportbunds in Lüssum: Anti-Agressionstraining auch dabei Jugend in Bewegung

Lüssum. "Was macht ihr eigentlich sonst so am Sonnabendvormittag?" fragte Astrid Touray, Referentin vom Landessportbund Bremen (LSB), die Jugendlichen, die sich in der Turnhalle des Schulzentrums Lehmhorster Straße eingefunden hatten. "Playstation spielen" oder "ausschlafen" waren die Antworten der Zehn- bis 21-Jährigen. Um eine Alternative anzubieten, organisierte die Integrationsabteilung des LSB einen Aktionstag im Stadtteil Lüssum, an dem die Jugendlichen viele Angebote nutzen konnten.
17.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Cord Sauer

Lüssum. "Was macht ihr eigentlich sonst so am Sonnabendvormittag?" fragte Astrid Touray, Referentin vom Landessportbund Bremen (LSB), die Jugendlichen, die sich in der Turnhalle des Schulzentrums Lehmhorster Straße eingefunden hatten. "Playstation spielen" oder "ausschlafen" waren die Antworten der Zehn- bis 21-Jährigen. Um eine Alternative anzubieten, organisierte die Integrationsabteilung des LSB einen Aktionstag im Stadtteil Lüssum, an dem die Jugendlichen viele Angebote nutzen konnten.

Anpfiff für das Lüssumer Sportspektakel ist um 10 Uhr gleich an mehreren Schauplätzen: In der Sporthalle der Schule in den Sandwehen beginnt mit vielen Jungen und Mädchen ein Handballturnier des Lüssumer SV (LSV), zeitgleich veranstaltete der SV Türkspor ein Fußballturnier für 14- bis 21-Jährige in der Sporthalle der Tami-Oelfken Schule. "Die Halle war knackevoll", freute sich Touray vom LSB, betonte aber auch, dass nicht nur der Fußball im Mittelpunkt stehen sollte: "Wir haben extra nur zwei Fußballangebote geschaffen, dafür stehen aber auch viele andere attraktive Sportarten zur Auswahl." Ein erfolgreiches Konzept, wie die Teilnahme der 15 Jugendlichen in der Sporthalle des Schulzentrums an der Lehmhorster Straße bewies: Dort fand das Überraschungsangebot des LSB statt. Beim Anti-Agressionstraining mit Schaumstoffschlägern konnten sich die Sportbegeisterten richtig austoben. Unter den Augen von Cindi Tuncel, Referent beim LSB,

und dem Übungsleiter Rahim Boroomi wurde viel geschwitzt und gelacht. Unter den Jugendlichen waren auch Anil Kaptan und Furkan Mutlu. Die zwei 15-Jährigen boten sich packende Duelle mit den Schaumstoffschlägern und lobten das neue Sportangebot: "Das würden wir gerne öfter machen, es macht total Spaß hier", freute sich Anil. Zur Stärkung zwischendurch gab es Wasser und Obst.

Unterstützung vom Senat

Gemeinsam mit den Bremer Integrationshilfen (BRIGG), dem Lüssumer Stadtteilladen, dem Haus der Zukunft, dem LSV, dem SV Türkspor Bremen-Nord und dem SV Kurd konnte der LSB diesen Aktionstag auf die Beine stellen. Finanzielle Unterstützung erhielten die Organisatoren vom Sport- und Innensenator Ulrich Mäurer. Neben dem großzügigen Mittagsangebot für die Lüssumer Jugendlichen im "Spielhaus" und im "Haus der Zukunft" stand allerdings vor allem der Sport im Vordergrund: An neun verschiedenen Veranstaltungsorten, darunter viele Vereins- und Schulsporthallen, wurde nicht nur Folklore Tanz angeboten, sondern auch Tischtennis, Dart, Kickern, Aerobic, Judo, Hip-Hop-Streetdance, Thai Bo oder Capoeira Angola - für jeden Geschmack war etwas dabei. "Wir wollen herausfinden, worauf die Kids Lust haben", erklärte Touray und machte deutlich, dass der Schulsport heute längst nicht mehr ausreicht.

In der Sporthalle der Schule in den Sandwehen fand außerdem das Trampolinspringen statt. Ausgiebig nutzten viele Mädchen und Jungen die zur Verfügung gestellten Turngeräte und präsentierten den einen oder anderen Salto. Auch Felix Albrecht und Jannik Zenner, beide zehn Jahre alt, freuten sich über die abwechslungsreichen Aktivitäten: "Nachmittags gehen wir entweder zum Ringen oder zum Judo", erzählte Felix und verschwand sofort wieder in Richtung Trampolin. Mithilfe von Anja Jagdhuber (LSV), die auf das Geschehen stets ein Auge hatte, tobte sich auch Cosima Philipsenburg aus. Die Neunjährige hüpfte ununterbrochen hin und her und zeigte eindrucksvoll, dass eine sportliche Aktivität im Endeffekt doch mehr Spaß macht, als Playstation spielen oder ausschlafen.

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