21 Nachwuchswissenschaftler erarbeiten ein Energiewende-Konzept für Lehrveranstaltungen

Jungforscher von Bremen begeistert

Horn-Lehe. Nachwuchswissenschaftler aus ganz Deutschland haben unlängst während eines einwöchigen Aufenthaltes in Bremen einen Beitrag zur Energiewende geleistet und ein Konzept für Lehrveranstaltungen an der Universität erarbeitet. Der Titel des Konzepts lautet: "Beitrag der Produktionstechnik zur Energiewende".
30.07.2012, 05:00
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Von Xkn

Horn-Lehe. Nachwuchswissenschaftler aus ganz Deutschland haben unlängst während eines einwöchigen Aufenthaltes in Bremen einen Beitrag zur Energiewende geleistet und ein Konzept für Lehrveranstaltungen an der Universität erarbeitet. Der Titel des Konzepts lautet: "Beitrag der Produktionstechnik zur Energiewende".

Zahlreiche Themen, Vorträge und Besichtigungen hatten Wissenschaftler des Fachbereiches Produktionstechnik an der Uni Bremen für die 31 ausgesuchten Nachwuchstalente der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) organisiert. Die Palette der Themen reichte von Photovoltaik über Windenergie und Energieeffizienz, Gasspeicherung und intelligente Stromnetze bis hin zur Hafenlogistik und der Serienfertigung von Großwälzlagern. Die Nachwuchswissenschaftler waren im Zuge der WGP-Summer-School eine Woche lang in Bremen.

Die WGP gilt auf dem Gebiet der Produktionstechnik als bedeutendste wissenschaftliche Organisation in Deutschland. Ihr gehören führende Produktionstechnik-Professoren von deutschen Universitäten an. Mit vier Wissenschaftlern ist der Bremer Uni-Fachbereich Produktionstechnik überdurchschnittlich stark in der WGP vertreten. Seit Langem engagieren sich Ekkard Brinksmeier von der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT), Gert Goch vom Bremer Institut für Messtechnik, Bernd Scholz-Reiter vom Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) und Frank Vollertsen vom Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (BIAS) in der Vereinigung. In diesem Jahr haben sie mit ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern die WGP-Summer-School ausgerichtet.

Die zu bewältigende Aufgabe: Es galt, das Gelernte aufzubereiten und ein Lehrkonzept zu entwerfen, das nach weiterer Überarbeitung künftig in Lehrveranstaltungen an den WGP-Hochschulen umgesetzt werden soll. "Es ist wirklich viel gewesen, was die jungen Forscher aufnehmen und verarbeiten mussten. Sie sollten den derzeitigen Wissensstand für eine didaktische Umsetzung aufbereiten und haben diese anspruchsvolle Aufgabe bestens gelöst", sagt WGP-Mitglied Brinksmeier und lenkt ein: Natürlich sei es zunächst ein Rohkonzept für eine Lehrveranstaltung, an dem nun die Professoren noch individuell weiter feilen würden.

Umgekehrt haben auch die Jungforscher Gutes über Bremen und die Uni zu berichten. "Es ist eine so moderne Uni, so offen und gut vernetzt. Ich bin überrascht", meint Markus Daamen von der RWTH Aachen. Auch die Stadt sei "so einladend – bis auf das Wetter". Florian Herrmann von der Universität Stuttgart fiel die gute Zusammenarbeit unter den Wissenschaftlern und Instituten auf. "Man merkt, dass sie hier an einem Strang ziehen. Erstaunt haben mich besonders die guten Kontakte in die Wirtschaft. Die Uni bietet ein motivierendes Umfeld, das Arbeiten war toll hier, und die Menschen waren sehr herzlich."

"Ich wusste gar nicht, wie stark die Windindustrie in Bremen ist", erklärte Christoph Peukert von der Technischen Universität Dresden. Das Know-how in Bremen sei beeindruckend, außerdem habe ihn die offene Atmosphäre begeistert.

"So einige von den Teilnehmern werden wir hier bestimmt wiedersehen", sind sich die Bremer WGP-Professoren nach diesen positiven Kommentaren sicher. Schon während der Veranstaltung seien viele Kontakte und erste kleine Netzwerke entstanden.

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