Deutsche Annington verspricht Modernisierung und Objektbetreuer

Käufer will investieren

Bremen.Nach dem Kauf von rund 10 000 Wohnungen in Bremen und Bremerhaven ist der neue Eigentümer jetzt Befürchtungen entgegengetreten, dass es für die Mieter zu Verschlechterungen kommen könnte. „Unsere zukünftigen Mieter werden von der umfassenden Erfahrung unseres Unternehmens profitieren“, schreibt die Deutsche Annington.
06.03.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Käufer will investieren
Von Jürgen Hinrichs

Nach dem Kauf von rund 10 000 Wohnungen in Bremen und Bremerhaven ist der neue Eigentümer jetzt Befürchtungen entgegengetreten, dass es für die Mieter zu Verschlechterungen kommen könnte. „Unsere zukünftigen Mieter werden von der umfassenden Erfahrung unseres Unternehmens profitieren“, schreibt die Deutsche Annington.

So würden wie an den rund 550 anderen Standorten mit Wohnungsbeständen des Unternehmens auch in Bremen und Bremerhaven sogenannte Objektbetreuer in jeder einzelnen Siedlung installiert. „Unsere Kunden haben damit direkte Ansprechpartner vor Ort, welche die Siedlung gut kennen“, heißt es in der Mitteilung. Ein weiteres Plus sei, dass die Deutsche Annington eine eigene Handwerkerorganisation aufgebaut habe, um einen schnellen und flexiblen Service anbieten zu können. Wie gut beides in der Vergangenheit geklappt habe, zeige sich an der Leerstandsquote von lediglich 3,5 Prozent.

Wenige Tage vor dem Verkauf der 10 000 Wohnungen, die früher einmal im Besitz der teilstädtischen Gesellschaften Bremische und Beamten-Baugesellschaft waren, hatte sich das Quartiersmanagement in Lüssum-Bockhorn mit einem Schreiben an Bausenator Joachim Lohse (Grüne) gewandt. Aus Sorge, dass mit dem Käufer wieder nur ein anonymer Investor den Mietern gegenüberstehe, wurde Lohse in dem Brief gebeten, sich beim Verkauf der Wohnungen für eine bremische Lösung einzusetzen.

In Lüssum-Bockhorn sind 450 Wohnungen von dem Verkauf betroffen. Mit der Deutschen Annington, klagt das Quartiersmanagement, hätten Mieter in anderen Städten schlechte Erfahrungen gemacht: „Kaum Ansprechpartner vor Ort, Kapital wird abgeschöpft und nicht in die Wohnungen investiert.“

Das Bochumer Unternehmen, mit nach eigenen Angaben mehr als 200 000 Wohnungen größter Vermieter in Deutschland, hält in seiner Mitteilung dagegen: „Selbstverständlich werden wir auch in unseren neuen Beständen gezielt in energetische Modernisierungen und den seniorengerechten Umbau der Wohnungen investieren.“ Im vergangenen Jahr seien in die Bestände der Deutschen Annington pro Quadratmeter durchschnittlich 20 Euro investiert worden, heißt es weiter. „Damit liegen wir deutlich über dem Niveau der privaten Wettbewerber“, hebt das Unternehmen hervor.

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