Bremen

Kaffeehaus-Orchester spielt Musik für ganz, ganz junge Ohren

Bremen (fea). Mit einem ungewöhnlichen Angebot buhlen die Macher des Konzerthauses Glocke um ein junges Publikum. Genau genommen richtete sich die Veranstaltung am Mittwochvormittag sogar an ein sehr, sehr junges Publikum: Die Zuhörer beim ersten Sitzkissenkonzert waren maximal 18 Monate alt, Babys also, begleitet von Mutter, Vater, Oma oder Opa.
11.12.2014, 00:00
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Kaffeehaus-Orchester spielt Musik für ganz, ganz junge Ohren
Von André Fesser
Kaffeehaus-Orchester spielt Musik für ganz, ganz junge Ohren

Takeyuki Totani mit Tochter Sakura – sie ist sechs Monate alt – beim Sitzkissenkonzert in der Glocke.

Christina Kuhaupt

Mit einem ungewöhnlichen Angebot buhlen die Macher des Konzerthauses Glocke um ein junges Publikum. Genau genommen richtete sich die Veranstaltung am Mittwochvormittag sogar an ein sehr, sehr junges Publikum: Die Zuhörer beim ersten Sitzkissenkonzert waren maximal 18 Monate alt, Babys also, begleitet von Mutter, Vater, Oma oder Opa. Zum Auftakt der Konzertreihe trat das fünfköpfige Bremer Kaffeehaus-Orchester auf. Profis zwar, für die dieser besondere Auftritt aber dennoch eine Herausforderung gewesen sein dürfte: „Wir hatten noch nie ein so knuffiges Publikum“, sagte Klaus Fischer zum Auftakt, er spielte für die jungen Zuhörer Flöte, Klarinette und Saxofon.

Beim Sitzkissenkonzert war der Name Programm: Die Bestuhlung im Kleinen Saal der Glocke wurde entfernt, Sitzplätze fanden die rund 100 Besucher auf Kissen und Decken auf dem Boden. Die Idee zu der Veranstaltung entstammt der Abteilung „Musik im Ohr“ der Glocke. Mit dem Angebot für junge Familien soll der Versuch unternommen werden, Musik schon früh im Familienalltag zu etablieren. Der Anfang scheint gemacht, zumindest nahmen die Kinder die ungewohnten Klänge interessiert und geduldig auf, darunter Ravels „Bolero“, Mancinis „Pink Panther Theme“ oder auch den Pachelbel-Kanon. Applaus gab es kaum, den konnte angesichts der Zuhörerschaft aber auch niemand erwarten. Dafür war ab und zu ein Quietschen oder Quaken zu vernehmen.

Das nächste Sitzkissenkonzert gibt es am 25. Februar. Dann hören die Babys lateinamerikanische Barockmusik von Los Temperamentos.

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