Denkmal wird noch im Mai eingeweiht Kaisen-Statue steht in den Wallanlagen

Bremen. Noch verwehrt ein Bauzaun den Zutritt. In den Wallanlagen am Herdentorsteinweg haben Bauarbeiter am Freitag die Bronzefigur des früheren Bremer Bürgermeisters Wilhelm Kaisen verankert. Enthüllt wird das Kunstwerk noch im Mai.
12.05.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Karina Skwirblies

Bremen. Noch verwehrt ein Bauzaun den Zutritt. In den Wallanlagen, im Kastanienwäldchen am Herdentorsteinweg, haben Bauarbeiter gestern die Bronzefigur des früheren Bremer Bürgermeisters Wilhelm Kaisen verankert. Enthüllt wird das Kunstwerk der Bildhauerin Christa Baumgärtel am 22. Mai, zum 125. Geburtstag von Wilhelm Kaisen.

Die überlebensgroße Figur, rund zwei Meter groß, soll die Leistungen des Bürgermeisters würdigen, der von 1945 bis 1965 amtierte. Die Initiative zu dem Denkmal ging von der Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe aus, eine Organisation, die Wilhelm Kaisen selbst 1945 unter dem Namen Volkshilfe ins Leben gerufen hat. Sie steht bis heute Bremer Bürgern in schwierigen Lebenslagen zur Seite.

Die Bronzestatue wird von zwei Stelen umrahmt. Eine, die hinter ihr steht, zeigt das in Trümmern liegende Bremen nach Kriegsende. Die Stele vor der Figur verdeutlicht das moderne, wiederaufgebaute Bremen.

Bei der Aufstellung waren der Vorsitzende der Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe, Christian Weber, die Künstlerin Christa Baumgärtel und der Bronzegießer Lothar Rieke vor Ort. Nachdem die Gipsskulptur in Riekes Gießerei in Worpswede in Bronze gegossen, montiert und mit Patina versehen wurde, legte er in den Wallanlagen noch letzte Hand an: Rieke verlieh dem Denkmal die finale, flüssige Schutzschicht. Dann wurde Wilhelm Kaisen verhüllt. Die feierliche Einweihung des Denkmals ist für Dienstag, 22. Mai, um 12 Uhr vorgesehen. Mit dabei sind Christian Weber und Bürgermeister Jens Böhrnsen.

Bei dem vorausgehenden Wettbewerb zu dem Denkmal hatten sieben Künstler ihre Entwürfe eingereicht. Diese Arbeiten sind in einer Ausstellung in zwei Schaufenstern bei Karstadt zu sehen. Die Wilhelm und Helene Kaisen-Stiftung hat einige Gegenstände aus der Dokumentationsstätte Kaisen-Scheune beigefügt, darunter eine Lederunterlage und ein Federkiel von Wilhelm Kaisens Schreibtisch.

Die Finanzierung des Denkmals sei noch nicht gesichert, teilt die Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe mit. Spenden unter dem Stichwort "Denkmal Wilhelm Kaisen" werden erbeten auf das Konto mit der Nummer 1116060 der Sparkasse Bremen (BLZ 29050101).

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