Was macht Bremen lebenswert?

Kampagne "Bremens DNA gesucht" gestartet

Die Wirtschaftsförderung möchte Bremen als Ausflugsziel und Wirtschaftsstandort bekannter machen, um mehr Touristen und Fachkräfte in die Hansestadt zu locken. Mithelfen sollen dabei die Bürger.
29.08.2019, 05:55
Lesedauer: 2 Min
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Von Pia Bausch
Kampagne "Bremens DNA gesucht" gestartet

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt und Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Peter Siemering stellen ihre Kampagne vor.

Kuhaupt

Was macht Bremen liebens- und lebenswert? Von diesem Donnerstag, 29. August bis Montag, 30. September, sollen die Bremerinnen und Bremer diese Frage beantworten. Hintergrund ist die vom Geschäftsbereich Marketing und Tourismus der Bremer Wirtschaftsförderung (WFB) ins Leben gerufene Kampagne „Bremens DNA gesucht“. Bis zu vier Begriffe können die Bürgerinnen und Bürger beisteuern und damit erklären, was Bremen für sie bedeutet. Aus den Vorschlägen soll dann eine Marketingstrategie entwickelt werden, um mehr Touristen, aber auch Fachkräfte in die Hansestadt zu locken.

„Es geht darum, Bremen als Marke zu entwickeln“, erläutert Kristina Vogt, die neue Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, deren Ressort an der Konzeption der Kampagne mitgewirkt hat. „Wir wollen wissen, warum die Menschen gerne hier leben und stolz auf ihre Stadt sind.“ Nur wenn man die Bürger an der Marketingkampagne beteilige, erhalte man ein authentisches Bild, ist sie überzeugt. In den vergangenen Jahren seien verschiedene Studien zum Markenmanagement und Workshopreihen mit großen Unternehmen in Bremen durchgeführt worden. Was aber noch fehle, so Vogt, sei eine öffentliche Bürgerbefragung. Die Wirtschaftssenatorin selbst assoziiert mit der Hansestadt übrigens die Schlagwörter „Werder“, „kurze Wege“, „Innovationen“ und „Bodenständigkeit“.

Vier Begriffe gesucht

Dass ausgerechnet vier Begriffe gesucht werden, ist dabei kein Zufall. „Es gibt vier Bremer Stadtmusikanten“, erklärt Maike Bialek, Leiterin der Abteilung Kommunikation für Marketing und Tourismus bei der WFB. „Und wer sich an den Biologieunterricht zurückerinnert, weiß, dass die DNA sich aus vier Basen zusammensetzt.“

Zur Inspiration wurden drei Videoclips produziert, in denen Bremer die Worte „Bremen ist ...“ kreativ ergänzen. Die Videos sind Teil der Marketingstrategie und bereits in den sozialen Medien zu finden.

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Möglichkeiten, sich an der Kampagne zu beteiligen, gibt es indes viele. Auf der Homepage der Stadt Bremen können unter www.bremen.de/dna Begriffe direkt eingetragen werden. Eine Anmeldung oder die Angabe von persönlichen Daten sind dafür nicht erforderlich. Grafisch aufbereitet als sich drehenden DNA-Doppelhelix sind dort auch die bisherigen Ergebnisse der Umfrage sichtbar.

Wer sich lieber per Post oder im persönlichen Gespräch zu Wort melden möchte, bekommt dazu ebenfalls Gelegenheit. In Gaststätten und Kultureinrichtungen werden Postkarten ausgelegt, auf denen Schlagwörter notiert und an die WFB geschickt werden können. Weiterhin ist die Kampagne in den kommenden Wochen jeweils am Sonnabend an vier verschiedenen Orten mit einem eigens dafür gebauten Stand vertreten: Am 7. September von 10 bis 16 Uhr im Weserpark, am 14. September von 10 bis 14 Uhr auf dem Domshof, am 21. September von 10 bis 18 Uhr auf der Maritimen Woche an der Schlachte und am 28. September von 8 bis 13 Uhr auf dem Vegesacker Wochenmarkt. Auch dort liegen Postkarten aus.

Vier meistgenannten Begriffe kommen ins Marketingkonzept

Nach Ende des Aktionszeitraumes beginnt die Phase der Auswertung. Peter Siemering, Geschäftsführer der WFB, ist allerdings überzeugt, dass sich schon im Vorfeld herauskristallisieren wird, welche Begriffe besonders viele Bremer mit ihrer Stadt assoziieren. Die vier meistgenannten Begriffe wolle man in das Marketingkonzept der Hansestadt aufnehmen. „Dabei wollen wir die durchgeführten Studien und Ergebnisse der Workshops, aber natürlich nicht ignorieren“, stellt Siemering klar. Es gehe vielmehr darum, zu einem stimmigen Gesamtprodukt zu kommen und Bremen dadurch noch stärker in die Köpfe der verschiedenen Zielgruppen zu bringen.

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