Hansewasser verordnet Geschwindigkeits- und Gewichtsbegrenzung Kanalschäden: Findorffstraße muss geschont werden

Findorff-Bürgerweide. Aufgrund von Kanalschäden gilt in der Findorffstraße seit Neuestem eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Schwere Fahrzeuge sollen künftig sicherheitshalber aus der Straße herausgehalten werden – auch die Buslinie 25.
11.05.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anke Velten

Aufgrund von Kanalschäden gilt in der Findorffstraße seit Neuestem eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Schwere Fahrzeuge sollen künftig sicherheitshalber aus der Straße herausgehalten werden – auch die Buslinie 25. Über die Details informiert Hansewasser bei der Sitzung des Findorffer Beirats am kommenden Dienstag.

Entlang der Findorffstraße gilt ab sofort eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer. Fahrzeugen, die ein Gewicht von zwölf Tonnen überschreiten, wird die Durchfahrt untersagt – und dazu gehören auch die Busse der BSAG. Grund sind Kanalschäden, die bei einer Routineuntersuchung von Hansewasser entdeckt wurden. Mittels der geplanten Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass Straße und Kanal bis zum Herbst 2015 vor weiterem Schaden bewahrt werden. Denn erst dann sollen die Kanalsanierungsmaßnahmen beginnen.

Der Scheitelriss in der Kanaldecke, Baujahr 1901, war bei einer der regelmäßigen Kanalüberprüfungen entdeckt worden, berichtet Hansewasser-Sprecher Oliver Ladeur. Ein statisches Gutachten habe die Geschwindigkeits- und Gewichtsbegrenzung empfohlen. Mittels dieser Maßnahmen sei von keiner weiteren Schädigung auszugehen, so Ladeur.

Hansewasser werde den betroffenen Bereich zwischen Plantage und Buddestraße aber sicherheitshalber engmaschig kontrollieren. „Normale“ Personenkraftfahrzeuge können die Findorffstraße wie gewohnt befahren – allerdings etwas langsamer als bisher. Die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt bereits, die Gewichtsbeschränkung soll laut Ladeur in circa zwei Wochen in Kraft treten. Für die notwendigen Verkehrslenkungsmaßnahmen erfolgt zurzeit die Abstimmung mit dem Amt für Straßen und Verkehr, Polizei, Feuerwehr und Bremer Straßenbahn AG (BSAG). Bei der BSAG werden zurzeit alternative Routen für die Buslinie 25 geprüft, die den Kreuzungsbereich in beiden Richtungen befährt. Außerdem werden Gespräche mit Vertretern von Messe Bremen und Schlachthof aufgenommen.

Der Schadensfall kommt für Hansewasser zur Unzeit: Im Sommer sollen die Bauarbeiten an der Münchener Straße beginnen. Um den Stadtteil nicht mit einer zusätzlichen Großbaustelle zu belasten, sehe man die Verkehrslenkungsmaßnahme als „schonendsten Eingriff“, so Ladeur. Die Sanierung des Kanals in der Findorffstraße soll daher erst nach Abschluss der Bauarbeiten in der Münchener Straße in Angriff genommen werden – voraussichtlich im Herbst 2015.

Aus aktuellem Anlass wurde der „Fall Findorffstraße“ auf die Tagesordnung der nächsten Findorffer Stadtteilbeiratssitzung am kommenden Dienstag, 13. Mai, aufgenommen. Arne Schmüser, Leiter Ingenieurdienste Netz bei Hansewasser, wird über die notwendig werdenden Maßnahmen informieren. Die öffentliche Sitzung im Jugendzentrum Findorff, Neukirchstraße 23a, beginnt um 19 Uhr.

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