Studierende der Kulturwissenschaften organisieren Auftaktfest für Erstsemester im Theater Bremen Kartenvorverkauf frühzeitig gestoppt

Ostertor. Die neuen Erstsemester-Studierenden der Uni Bremen wurden ganz offiziell in ihrer neuen Heimat empfangen. Zum zweiten Mal übernahmen dabei Studierende der Kulturwissenschaften die Organisation des Studienauftaktes, der mit Showakts wie Mad Monks, BIG und Blown, der als plattdeutscher Jay-Z gehandelt wird, auf der Theaterbühne am Goetheplatz stattfand.
12.11.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Ina Schulze

Ostertor. Die neuen Erstsemester-Studierenden der Uni Bremen wurden ganz offiziell in ihrer neuen Heimat empfangen. Zum zweiten Mal übernahmen dabei Studierende der Kulturwissenschaften die Organisation des Studienauftaktes, der mit Showakts wie Mad Monks, BIG und Blown, der als plattdeutscher Jay-Z gehandelt wird, auf der Theaterbühne am Goetheplatz stattfand.

Durch die knapp dreistündige Abendveranstaltung führten Gabriele Manke und Wally Suarez-Koch, zwei Studentinnen der Kulturwissenschaften. Die "Erstis" sollten nicht nur offiziell begrüßt werden, sie sollten auch einen Einblick in ihr neues Studentenleben auf dem Campus gewinnen und Bremens Kulturlandschaft kennenlernen. Die Veranstaltung richtete sich auch an Auslandstudenten, weswegen das Siegervideo der Erasmus-Initiative "A Perfect Erasmus-City" gezeigt wurde.

"Wir wollen zeigen, was es in Bremen alles gibt", sagt Studentin Birthe Holtmann. So überraschte es nicht, dass alle Programmpunkte einen direkten Bezug zur Uni und der Stadt hatten. Eingeleitet wurde das Fest durch einen spektakulären Auftritt des Universitäts-Orchesters und Chors unter der Leitung von Susanne Gläß. Barfuß und in Weiß gekleidet performte der Chor "Carmina Burana" und erntete dafür vom Publikum tosenden Applaus.

Eventmanagment in der Praxis – so lautet das Unterrichtsfach, bei denen Studierende der Kulturwissenschaften an der Realität lernen sollen. "Für mich war es ein Anreiz und eine Motivation, einfach mal die Praxis zu sehen, die hinter so einem Event steckt", berichtet Wally Suarez-Koch. Zwischen ihren Einsätzen als Moderatorin legte sie mit ihrer Salsa-Combo noch eine Tanznummer auf das Bühnen-Parkett.

In diesem Jahr hat Dozent Malte Prieser den Kursus noch praxisnäher durchgeführt. Es ging in der Theorie nur noch im Groben um Künstlerverträge und offiziellen Mailverkehr, der mit den Künstlern geführt werden sollte. Von den Flyern, über Werbeplakate bis hin zur Bandbetreuung musste alles selbst organisiert werden. "Es ist etwas mutig, dass die Uni, die Organisation den Studenten in die Hand gibt. Schließlich könnte die Veranstaltung auch nach hinten losgehen. Aber im vergangenen Jahr hatten wir bereits einen guten Einstand. Dieses Mal mussten wir den Kartenvorverkauf sogar frühzeitig stoppen", stellte Malte Prieser fest, der hauptberuflich im Kulturbüro Bremen-Nord arbeitet.

Birthe Holtmann hat die Organisation der Veranstaltung trotz des Stresses nicht abgeschreckt. Die größte Herausforderung war in ihren Augen die Koordination der Leute und die Kommunikation untereinander, um effektiv arbeiten zu können. Dass die Gruppe während der halbjährigen Organisationsphase oft eine hitzige Dynamik entwickelte, stimmte Malte Prieser fröhlich, denn daran könnte man auch erkennen, wie wichtig den Studenten ein Gelingen der Veranstaltung am Herzen lag.

Nicht nur eigene Ideen konnten umgesetzt werden. Vielmehr mussten alle Ideen vom Auftraggeber, der Uni, abgesegnet werden. "Da sieht man, dass man in dem Job eine gewisse Flexibilität mitbringen sollte", sagte Birthe Holtmann. "Man kann vieles nicht voraussehen und muss spontan reagieren können." Und das haben die Organisatoren des festlichen Studienauftakts zu Genüge unter Beweis gestellt. Sie erhielten viel Zustimmung aus dem Publikum.

"Mir hat das Programm generell gefallen, vor allem die Reden der Professorin Heidi Schelhowe und des Staatsrats Joachim Schuster, die von Vielfalt und Toleranz an der Uni sprachen", berichtete Sophia Friehold, die extra für das Studium des Europäischen und Internationalen Rechts von Berlin nach Bremen gezogen ist. Dunja Rühl freute sich in erster Linie darüber, mal ins große Theater zu kommen. "Das Theater hat für sich eine sehr festliche Atmosphäre", erklärte Rühle, die ihr Masterstudium der transnationalen Literaturwissenschaften in diesem Wintersemester an der Uni gestartet hat. "Das Programm war sehr abwechslungsreich. Und die Mad Monks haben für einen schönen Ausklang gesorgt – alle sind aufgestanden und haben getanzt." Außerdem habe sie einen breiten Eindruck vom Hochschulsport bekommen.

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