Warnstreik im Bildungsbereich Kaum Ausfall durch Ausstand der Lehrer

Mit einem Streik haben die bremischen Angestellten aus dem Bildungsbereich am Dienstag versucht, für die laufenden Tarifverhandlungen Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.
03.03.2015, 00:00
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Kaum Ausfall durch Ausstand der Lehrer
Von Nikolai Fritzsche

Mit einem Streik haben die bremischen Angestellten aus dem Bildungsbereich am Dienstag versucht, für die laufenden Tarifverhandlungen Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.

130 Beschäftigte nahmen nach Polizeiangaben an der Kundgebung vor dem Haus des Reichs teil, dem Sitz von Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne). Der Veranstalter, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), sprach von 200 Teilnehmern. Vergangenen Freitag endete der zweite Termin der Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ohne Ergebnis.

„Die angestellten Lehrkräfte verdienen zwischen 300 und 700 Euro weniger als ihre verbeamteten Kollegen. Diese Ungerechtigkeit muss endlich beseitigt werden“, sagte GEW-Landesvorstandssprecher Christian Gloede.

Zudem bemängelt die GEW ebenso wie die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, dass die Arbeitgeber Lohnerhöhungen für die Angestellten im öffentlichen Dienst an Einschnitte bei der Betriebsrente „um rund 20 Prozent“ knüpften, wie GEW-Verhandlungsführer Andreas Gehrke sagte.

Dem Bildungsressort waren „keine größeren Probleme“ infolge des Streiks bekannt, wie eine Sprecherin sagte. Nur 866 der rund 6000 Lehrer im Land Bremen sind nach ihren Angaben angestellt; die Beamten waren nicht zum Streik aufgerufen.

Auch in Niedersachsen streikten angestellte Lehrer, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen. An einigen Schulen war statt Unterricht nur noch Betreuung möglich.

Deutlich größere Auswirkungen dürfte der Streik haben, der fürden 12. März angekündigt ist: Die bremischen und niedersächsischen Landesverbände von GEW, ver.di, Deutschem Beamtenbund und der Gewerkschaft der Polizei haben zur Arbeitsniederlegung und einer gemeinsamen Kundgebung in Bremen aufgerufen.

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