Senat beantwortet Fragen der Grünen Kein Bremer Geld für „Seute Deern“

Falls die 46 Millionen des Bundes nicht für den Neubau der „Seute Deern“ ausreichen, will Bremen etwaige Finanzlöcher nicht stopfen. Das macht der Senat in einer Antwort auf eine Grünen-Anfrage deutlich.
10.03.2020, 06:00
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Kein Bremer Geld für „Seute Deern“
Von Nina Willborn

Aus Bremen hat die „Seute Deern“ kein Geld mehr zu erwarten, falls die Bundesmittel nicht ausreichen. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Grünen hervor. Darin hatte sich die Fraktion erkundigt, wer einspringen würde, sollten die vom Bund im Herbst 2019 bewilligten 47,1 Millionen Euro für den Museumshafen, davon 46 Millionen Euro alleine für Bergung und Neubau der maroden Bark, nicht ausreichen. Ein Überschreiten der Mittel des Bundes ist auszuschließen, „da keine bremischen Mittel zur Verfügung stehen“, heißt es in der Senatsantwort – übrigens eine nachgebesserte Variante. In der ersten Fassung waren nach Ansicht der Grünen, die ihre Fragen bereits Anfang Dezember gestellt hatten, zu viele Punkte offengeblieben. Auch in einem anderen Punkt legt sich der Senat fest: Eine gläserne Werft für die „Seute Deern“ soll es ebenfalls nicht geben. Dass Interessierte dem Schiffsaufbau hätten zusehen können, hätte nach Schätzungen des Deutschen Schifffahrtsmuseums rund acht Millionen Euro gekostet.

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Wer die Kosten in dem Fall, dass der Nachbau teurer wird als erwartet, trägt, ist weiterhin unklar. Das Schifffahrtsmuseum nimmt derzeit rund 23 Millionen Euro für den Neubau an, plus Kosten für Instandhaltung und Bergung. Den Zuwendungsbescheid des Bundes, in dem detailliert die Verwendungszwecke der Mittel stehen, gibt es noch nicht. Er soll voraussichtlich im Mai im Wissenschaftsressort vorliegen. „Uns war wichtig, dass nun bestimmte Details schon mal geklärt sind“, sagt Solveig Eschen, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. „Dazu gehört, was wir auch auf keinen Fall wollten: Dass das Geld vom Bund dazu führt, dass zusätzliche Landesmittel bereitgestellt werden müssten.“ Für weitere Antworten, zum Beispiel auf die Frage, wer künftig als Träger für eine neue „Seute Deern“ fungiert, müsse der Zuwendungsbescheid abgewartet werden. Eschen: „Davon hängt unser weiteres Vorgehen ab.“

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