Rennverein zeigt Fußball-EM nicht Keine Hoffnung mehr auf Public Viewing in Bremen

Zur Fußball-EM in Frankreich wird es in Bremen kein großes Public Viewing geben - mit dem Rennverein hat auch der letzte Interessent abgewunken. Fans können auf den Schlachthof oder den Goetheplatz ausweichen.
24.05.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Keine Hoffnung mehr auf Public Viewing in Bremen
Von Pascal Faltermann

Zur Fußball-EM in Frankreich wird es in Bremen kein großes Public Viewing geben - mit dem Rennverein hat auch der letzte Interessent abgewunken. Fans können auf den Schlachthof oder den Goetheplatz ausweichen.

Auch auf der Bremer Galopprennbahn wird es zur Fußball-Europameisterschaft (10. Juni bis 10. Juli) kein Public Viewing für mehr als 1000 Personen geben. Damit ist der letzte Hoffnungsschimmer der Fußballfans auf eine Großveranstaltung erloschen. Es war die letzte mögliche Lösung für ein Fanfest in Bremen. Aber: Wie in den vergangenen Jahren wird es kleinere Veranstaltungen für Freunde des kollektiven Live-Spektakels geben.

„Wir haben leider keine Lösung für ein großes Public Viewing auf der Galopprennbahn gefunden“, sagt Frank Lenk, Pressesprecher des Bremer Rennvereins. Nachdem sich bereits Anfang April abgezeichnet hatte, dass kein Veranstalter eine Massenparty an den markanten Plätzen wie Stadthalle, Domshof, Weserstadion, Bürgerweide oder in der Überseestadt ausrichten würde, stand noch die Galopprennbahn als Möglichkeit im Raum. „Wir waren im Austausch mit Partnern“, so Lenk. Ein Public Viewing für 4000 bis 5000 Personen sei aber ohne Sponsor nicht umsetzbar.

Rennverein denkt über kleinere Lösung nach

Nun denkt der Rennverein über eine kleinere, gemütlichere Lösung nach. „Wir bedauern es, dass wir das Event nicht anbieten können“, sagt Lenk. Es sei schade für Bremen, dass es kein größeres Treffen gebe, wo die Menschen gemeinschaftlich Fußball schauen könnten. Das Interesse sei nämlich auf jeden Fall vorhanden.

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Es bleibt also bei Kneipen und Biergärten. An der Schlachte sind dies die Betriebe, die auch sonst Live-Übertragungen zeigen. Im Viertel sind es die typischen Fußballkneipen wie das Hegarty’s, Eisen, Litfass oder das Lagerhaus.

Bis zu 1000 Fans am Schlachthof und am Goetheplatz

Einen etwas größeren Rahmen für bis zu 1000 Personen bieten die Schlachthofkneipe in der Arena am Kulturzentrum Schlachthof oder das Theatro vor dem Theater am Goetheplatz. An beiden Orten sollen alle Spiele gezeigt werden, von den städtischen Behörden habe es positive Signale gegeben.

„Wir wollen wieder die gleiche Leinwand wie in den vergangenen Jahren aufbauen“, sagt Barry Randecker, Inhaber des Theatro. Er wünsche sich, dass der multikulturelle Viertel-Charakter dabei erhalten bleibt und alle Nationen gemeinsam die Fußball-Partien schauen. Auch das Haus am Walde am Bremer Stadtwald sowie Emma am See und die Meierei im Bürgerpark zeigen die Spiele. Noch ist nicht sicher, ob auch die Union Brauerei in Walle etwas veranstaltet.

Damit Städte und Gemeinden während der EM öffentliche Fußballübertragungen im Freien auch nach 22 Uhr genehmigen können, hat der Bundesrat einer Verordnung zugestimmt. Dafür müsse in Bremen aber ein Antrag gestellt werden, erklärt eine Sprecherin des Bauressorts. Daraufhin folge eine Prüfung durch Polizei, Feuerwehr und Stadtamt.

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