HfK schließt Studiengang / Neues Masterprofil geplant

Kirchenmusik klingt aus

Bremen. Der Akademische Senat der Hochschule für Künste (HfK) hat sich am Mittwoch darauf geeinigt, den Studiengang Kirchenmusik in seiner jetzigen Form zum Ende des Sommersemesters 2020 zu schließen. Gleichzeitig plant die HfK, gemeinsam mit der Bremischen Evangelischen Kirche und dem Katholischen Gemeindeverband einen neu definierten Masterstudiengang Kirchenmusik aufzubauen.
21.05.2015, 00:00
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Kirchenmusik klingt aus
Von Iris Hetscher

Der Akademische Senat der Hochschule für Künste (HfK) hat sich am Mittwoch darauf geeinigt, den Studiengang Kirchenmusik in seiner jetzigen Form zum Ende des Sommersemesters 2020 zu schließen. Gleichzeitig plant die HfK, gemeinsam mit der Bremischen Evangelischen Kirche und dem Katholischen Gemeindeverband einen neu definierten Masterstudiengang Kirchenmusik aufzubauen.

Mit seinem Beschluss, die derzeitige Bachelor- und Masterausbildung zu beenden, setzt der Senat einen Schlusspunkt unter die Diskussion, die mehr als ein dreiviertel Jahr schwelte (wir berichteten). Sie war begründet im Wissenschaftsplan 2020, der auch der Hochschule für Künste Sparvorgaben macht.

Die Kirchenmusik stand neben dem Journalistik-Studiengang, der ebenfalls geschlossen wird, von Anfang an zur Disposition. Mit der jetzigen klaren Entscheidung gegen eine Weiterführung des Bachelor- und Master-Studiengangs Kirchenmusik hat der Akademische Senat auch eine Integration dieser Ausbildung in den Studiengang Alte Musik verworfen. Dies sei nicht sinnvoll, weil das eigentliche Berufsziel des Kirchenmusikers so nicht erreicht werden könne, so Hfk-Sprecher Klaus Schlösser. Die derzeit zehn immatrikulierten Studenten könnten ihr Studium beenden, es würden aber ab sofort keine neue Bewerbungen mehr angenommen.

Gleichzeitig macht die HfK den beiden Kirchen das Angebot, gemeinsam einen neuen Masterstudiengang aufzubauen. An der Finanzierung dieses Aufbaustudiums für deutlich weniger Bewerber müssten die Kirchen sich aber zur Hälfte beteiligen. In dieses Masterstudium könnte man die Stärken Bremens einbringen, so Schlösser: Die einzigartige Orgellandschaft und die Möglichkeiten des Studiengangs Alte Musik.

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