Mehr Betreuung und Unterrichtsstart

Bremer Schulen und Kitas lockern schrittweise ihre Corona-Maßnahmen

Auch an Kitas und Schulen in Bremen sollen die Corona-Maßnahmen allmählich gelockert werden: In den Kitas sollen bald mehr Kinder betreut werden, in den Schulen startet nach und nach wieder der Unterricht.
17.04.2020, 19:51
Lesedauer: 2 Min
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Bremer Schulen und Kitas lockern schrittweise ihre Corona-Maßnahmen
Von Lisa-Maria Röhling
Bremer Schulen und Kitas lockern schrittweise ihre Corona-Maßnahmen

Der Schulbetrieb soll in Bremen ab Montag, 27. April, schrittweise wieder aufgenommen werden.

Uwe Anspach

Die Bildungsbehörde wird in den kommenden Wochen neben der schrittweisen Öffnung der Schulen auch die Notbetreuung in den Kitas ausweiten. Das hat der Senat am Freitag beschlossen. So wird der Schulbetrieb am Montag, 27. April, für die Zehntklässler an Oberschulen wieder aufgenommen, am Montag, 4. Mai, sollen dann Viertklässler und Jugendliche im ersten Jahr der Oberstufe (Q1) dazu kommen. An den Abiturprüfungen in der kommenden Woche hält die Behörde fest.

Das erste Unterrichtsangebot wird ab dem 27. April für die Schülerinnen und Schüler gemacht, die kurz vor einem Wechsel in die Oberstufe stehen, also Zehntklässler an den Oberschulen und die Vorbereitungsklassen. Sie werden jeweils in halber Gruppengröße unterrichtet. Laut Bildungsressort werden die Oberschulen angehalten, ein Angebot von mindestens vier Unterrichtsstunden pro Woche zu organisieren.

Unterricht in geteilten Gruppen

Ab dem 4. Mai werden dann auch Viertklässler und Q1-Oberstufenschüler in geteilten Gruppen unterrichtet. In den Grundschulen gilt das Ziel, dass einschließlich der Notbetreuung nicht mehr als ein Viertel Schülerinnen und Schüler vor Ort ist. In der Oberstufe lautet das Ziel, die für die Abiturzulassung relevanten Fächer anzubieten.

Außerdem sollen ab dem 4. Mai Angebote für Schülerinnen und Schüler stehen, die besondere Unterstützung benötigen und nicht zu den vorherigen Gruppen gehören. Details dazu nannte das Bildungsressort nicht. Auch die weitere Ausgestaltung des Wiedereinstiegs ist bisher noch offen. Die Behörde weist darauf hin, dass in den kommenden Wochen immer wieder Anpassungen und Flexibilität notwendig sein werden.

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Die Bildungsbehörde will zudem die Notbetreuung in Kitas und Schulen ab Montag, 20. April, weiterführen und auf mehr Familien ausweiten. Grundsätzlich gilt ab kommender Woche, dass alle Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, Anspruch auf eine Notbetreuung haben. Gleiches gilt für berufstätige Alleinerziehende.

Eltern, die jetzt erstmals Notdienste in Anspruch nehmen wollen, können bis Montag, 20. April, 12 Uhr, eine entsprechende Selbstauskunft bei ihrem Kita-Träger oder der betreffenden Schulleitung einreichen, um so ab Dienstag, 21. April, in das Angebot aufgenommen werden zu können. Eine Absprache mit der jeweiligen Einrichtung ist Voraussetzung für die Betreuung. Kinder, die bereits in der Notbetreuung sind, haben Vorrang. Das Formular ist auf der Internetseite des Bildungsressorts (www.bildung.bremen.de) zu finden.

Kapazitäten in den Kitas bleiben beschränkt

Auch wenn berufstätige Eltern nun grundsätzlich den Notdienst nutzen können, hofft der Senat, dass Familien nach Möglichkeit auch Betreuungsalternativen finden. „Wir hoffen, dass die Eltern, die es nicht unbedingt benötigen, die Notdienste nicht in Anspruch nehmen“, erklärte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Freitag. Die Kapazitäten in den Kitas seien weiterhin beschränkt. Er hoffe, dass diese nicht ausgeschöpft werden, so Bovenschulte.

Auch jetzt gilt, dass die Notbetreuung vorrangig für Eltern gedacht ist, die in Betrieben der kritischen Infrastruktur arbeiten. Außerdem gilt eine Härtefallregelung für Kinder, die vom Jugendamt betreut werden oder in einer stationären Einrichtung untergebracht sind. Grundsätzlich sollen in jeder Notdienstgruppe nur maximal fünf Kinder betreut werden, um so in den Einrichtungen die Abstands- und Hygieneregeln zu wahren.

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