Klima-Partnerschaft mit Naturfreunden in Togo

Von Peter Otto
12.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter Otto

Brundorf."Viele kleine Menschen, die an vielen Orten der Welt viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern." Dieses afrikanische Sprichwort steht unter einer Vereinbarung zu einer Nord-Süd-Partnerschaft für den Klimaschutz", die im Naturfreundehaus in Brundorf zwischen den Naturfreunden in Bremen und Togo geschlossen wurde. Diese Partnerschaft geht zurück auf die "Klimacharta", in der die Naturfreunde Internationale (NFI) 2008 Grundsätze und Forderungen zum Klimaschutz formuliert haben. Als einen der Beiträge wurde die Klimapartnerschaft zwischen den Naturfreunden Landesverband Bremen und den Naturfreunden im westafrikanischen Land Togo (CASE) beschlossen. Deren Vertreter, Joachim Holtmann, und Pablo Victor Agbogan, unterzeichneten auch den Vertrag.

Michael Heiss, ein langjähriger Naturfreund, berichtete zunächst auf der Landeskonferenz in Brundorf über die Zielvorstellungen der "Nord-Süd-Partnerschaft für Klimaschutz", zu der ein Pilotprojekt in Togo gehört. Dieses Projekt sei vor einem Jahr in Bremen aus der Taufe gehoben worden und solle eine "solide Grundlage" für weitere Vorhaben bilden. Denn mittelfristig solle die Zusammenarbeit in Natur- und Umweltschutzfragen auf weitere Länder wie Senegal, Mali und Kamerun ausgedehnt werden. Dabei gehe es um eine praktische Bildungsarbeit in den betreffenden Ländern, erläuterte Heiss. Die jungen Menschen in Deutschland wie auch in Afrika sollen in den Schulen über die "globalen Auswirkungen des Klimawandels" und den Klimaschutz aufgeklärt und für diese Problematik sensibilisiert werden. Durch partnerschaftliche Kontakte sollen sie Informationen, Wissen und Erfahrungen austauschen. Dabei sollen sie "miteinander und voneinander lernen". Anschließend gelte es, das erworbene Wissen in

praktische Arbeitsvorhaben umzusetzen.

Für das Togo-Projekt wurden zwei Schulen in Bremen und Bremerhaven sowie zwei Schulen in Togo ausgewählt. 15 deutsche Schüler und fünf Lehrer haben sich schon in zwei eintägigen Seminaren im Klimahaus Bremerhaven mit den Problemen des Naturschutzes und des Klimawandels vertraut gemacht. Als "Klima-Scouts" werden sie ihr Basiswissen zu Umweltthemen an Schulkameraden weitergeben.

Durch internationale Begegnungen sollen auch Schüler in Deutschland erfahren, wie beispielsweise die Schüler in Togo leben und wie sie mit den Dürreperioden und Überschwemmungen zurechtkommen. Und so berichtete Pablo Victor Agbogan, der Präsident der Naturfreunde in Togo (CASE) in Brundorf über sein Heimatland. Togo ist ein kleines Land in Westafrika. Dennoch seien hier viele typische Landschaftsformen vertreten, von der schmalen Küste am Atlantik über dichte Wälder, Ebenen mit Kokospalmen bis hin zur Wüste.- Der 1997 gegründete Naturfreundeverband sei eine "junge Vereinigung", 70 Prozent seien Schüler und Studenten. Sie bemühten sich, die Zerstörung der Natur aufzuhalten. Sie hätten die Bedeutung der Bäume für den Klimaschutz entdeckt. Darum richte sich ihre Hauptaktivität auf die Aufforstung der wild gerodeten Wälder. In eigenen Baumschulen zögen sie Arten auf, die vom Aussterben bedroht sind, erzählte Agbogan.

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