Abbau in der Verwaltung von Gesundheit Nord

Klinikverbund: 130 Beschäftigte sollen gehen

Der Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) will sein Verwaltungspersonal um 130 Personen verringern. Das bestätigte jetzt eine Geno-Sprecherin. Die Mitarbeiter sollen in die bremische Verwaltung wechseln.
03.12.2015, 00:00
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Von Elke Hoesmann
Klinikverbund: 130 Beschäftigte sollen gehen

Ein Sanierungsfall: Der Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno).

Frank Thomas Koch

Der städtische Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) will sein Verwaltungspersonal um 130 Beschäftigte verringern. Das bestätigte jetzt eine Geno-Sprecherin. Die Mitarbeiter sollen auf Arbeitsplätze in der bremischen Verwaltung wechseln.

Derzeit liefen Gespräche über ein „Personalumsteuerungskonzept“; „möglichst bald“ wolle man mit der Umsetzung beginnen. Seit Langem schon erwartet der Senat vom finanziell stark angeschlagenen Klinikverbund einen Personalabbau in der Verwaltung. Der sei neben weiteren Maßnahmen nötig, um den Sanierungsfall Geno möglichst bis 2017 auf den Weg zur Genesung zu bringen. Der Verbund der kommunalen Kliniken Mitte, Ost, Nord und Links der Weser hat insgesamt 7500 Beschäftigte. In der Verwaltung arbeiten der Geno zufolge 900 Menschen.

Beschäftigung an anderer Stelle statt Sozialplan – das ist der Grundgedanke. Die Geno bekomme alle Ausschreibungen für den öffentlichen Dienst, erläuterte das Finanzressort. Für den Umstellungsplan müsse der Klinikverbund die Bereiche nennen, in denen Personal bis zu welchem Zeitpunkt abgebaut werden soll. Auf dieser Grundlage werde es dann Beratungsverfahren mit den Geno-Verwaltungskräften geben. Dabei könne auch über Fortbildungsangebote gesprochen werden.

Gewechselt werde aber nur, wenn die Mitarbeiter einverstanden seien, betonte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde. Verschlechterungen bei Bezahlung und Rente soll es nicht geben. Wann die „Personalumsteuerung“ zum Abschluss kommt, könne man jetzt noch nicht sagen.

Um die Zukunft der Geno geht es auch an diesem Freitag, wenn die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat die neue Medizinstrategie für den Verbund erläutern soll. „Es fehlt bislang ein Gesamtkonzept“, kritisierte Peter Erlanson, der als Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat sitzt. Die Geno müsse auch darlegen, „wie der Personalabbau kompensiert werden kann“. Wer Personal einsparen wolle, müsse aufzeigen, wie dessen Arbeit künftig strukturiert werden soll, sagte der Linken-Bürgerschaftsabgeordnete.

Bisher haben sich nur wenige Geno-Verwaltungskräfte auf die von der Finanzbehörde ausgeschriebenen Stellen (Arbeit für Flüchtlinge) beworben, wie eine Behördensprecherin erklärte. Gleichwohl ist der Andrang auf die 120 Stellen für die allgemeine Verwaltung gewaltig: Bislang wurden 3747 Bewerbungen verzeichnet.

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